Rheinpfalz Bei Neuauflage wird nun zweitägig gefeiert
Es geht merklich aufwärts mit dem Unterfangen, die Obereisenbacher Kerwe neu aufzulegen: Zur Premiere vor Jahresfrist sei der Zuspruch schon groß gewesen. Morgen und am Sonntag soll das aber noch mal locker getoppt werden. Gefeiert wird im Ortsteil St. Julians am Samstagabend und den Sonntag über. Wichtiger Programmpunkt: die Feier zum 30-Jährigen Bestehen der Partnerschaft mit St. Julien.
An guten Tropfen und reichlich Essen wird es am Wochenende selbstverständlich nicht fehlen. Ein Wildschwein hat der Jagdpächter gestiftet, dies wird am Samstag verputzt, Rollbraten rotiert dann am Sonntag – das aber ist nur ein Ausschnitt aus der Kerwe-Speisekarte. Musikalische Unterhaltung garantiert am Samstagabend das Duo „Golden Oldies“, am Sonntag hat das Mandolinen-Orchester Gumbsweiler einen Auftritt. Außer guter Laune, die die Gäste selbst mitbringen müssen, braucht es sonst nicht viel. Ach ja: Das Wetter sollte mitspielen, wenngleich ein respektabel großes Zelt samt Anbau für Schutz sorgt. Im vergangenen Jahr war die Kerwe in Obereisenbach auf den Sonntag beschränkt. Diesmal wird der Samstag mit einbezogen, das Abendprogramm ist dank Partnerschaftsfeier, direkt anschließendem gemeinsamen Mitfiebern mit den deutschen Fußballern und Unterhaltungsmusik facettenreich. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr, dabei ist ein Frühschoppen, zudem auch ein Gottesdienst vorgesehen. Besonderheit dabei: Den französischen Gästen zu Ehren wird der Kerwe-Gottesdienst zweisprachig zelebriert. Dazu kommen eigens zwei Seelsorger: Neben St. Julians Gemeindepfarrerin Bettina Lukasczyk wird Armand Großmann aus Altenglan mit dabei sein, der französische Wurzeln hat. Auch bei der Kerwerede am frühen Nachmittag brauchen die Gäste aus Burgund nicht verständnislos zu lächeln: Die Kerwerede wird übersetzt. Dieser großen Herausforderung hat sich die St. Julianer Bürgerin Salomé Steinhauer gestellt, die selbst Französin ist. Als die Bürgergemeinschaft in Obereisenbach wieder aufgelebt war, da war es eine der ersten Ideen, auch den Versuch zu starten, die Kerwe aufs Neue zu etablieren. Das jährliche Fest, das in Obereisenbach wie andernorts gefeiert wurde, war vor 20 Jahren sanft entschlummert. Dies vor allem deswegen, weil die einzige Dorfgaststätte erst nur noch eingeschränkt geöffnet war, dann vor etwa 15 Jahren seine Pforten ganz geschlossen hatte. Die Neuauflage ist nun als Zeltkerwe konzipiert, Platz finden die Gäste auf der Wiese hinterm Haus Klara, das Geschehen erstreckt sich aber auch bis zum gegenüberliegenden Hof. |cha