Rheinpfalz Angst vor höheren Kosten

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Ein Haushaltsausgleich ist vielerorts nicht in Sicht. Selbst der Gemeindewald ist in den meisten Kommunen nur ein unerfreulicher Kostenfaktor. Und dass durch den geplanten Austritt von Kappeln aus dem Forstrevier größere Kosten auf die restlichen Waldbesitzer zurollen, trägt nicht positiv zur Stimmung bei.

Bei immer mehr Gemeinden wächst der Wunsch, den gemeindeeigenen Wald zu verpachten. Den größten Vorteil erhoffen sich die Kommunen darin, die Betriebskostenbeiträge zu sparen, mit denen – unter anderem – die Revierförster bezahlt werden. Doch bevor eine Gemeinde das Forstrevier verlassen kann, bedarf es des Einvernehmens der anderen Kommunen. Vielerorts steht daher der Austritt von Kappeln aus dem Revier Lauterecken ganz oben auf der Tagesordnung. In der Ratssitzung vom Dienstagabend informierte sich der Gemeinderat St. Julian über das Begehren der Ortsgemeinde Kappeln. „Mit jedem Mitglied, das ausscheidet, muss ein neues Revier gegründet werden. Die Betriebskostenbeiträge für die verbliebenen Mitglieder steigen an. Wir haben damit nur Nachteile“, fasste Ortsbürgermeister Philipp Gruber zusammen. Weiterhin schätzte er die Mehrbelastung für die eigene Gemeinde auf 400 Euro jährlich. Auch andere Reviere seien von dem Trend, den Gemeindewald zu verpachten, betroffen, teilte Gabi Kleinhempel, Leiterin des Forstamts Kusel, mit und nannte als konkretes Beispiel die Ortsgemeinde Rothselberg (Revier Wolfstein). Die Konsequenz, dass mit jeder Kommune, die einen Austritt aus dem Revier anstrebt, höhere Kosten entstehen, stimmte den Gemeinderat missmutig. Die Entscheidung des Rates, das Ausscheiden von Kappeln abzulehnen, fiel dementsprechend einstimmig. Außerdem stand der Ausbau der Bundesstraße 420 (Ortsdurchfahrt St. Julian), die noch im Oktober beginnen soll, auf der Tagesordnung. Der Rat sprach sich einstimmig dafür aus, ein Beweissicherungsverfahren anzustreben, um Schäden, die während der Baumaßnahme entstehen, besser darlegen zu können. Die Kosten dieser Beweissicherung betragen rund 3500 Euro. Mit großer Mehrheit erteilte der Rat dem Verein für Brauchtumspflege Gumbsweiler sein Einverständnis für die Errichtung eines Grillplatzes am Gemeindehaus Gumbsweiler. Desweiteren soll der Durchlass an der Bitschmühle 7 saniert werden. Durch Fördergelder vom Land betragen die Kosten dafür noch rund 12.000 Euro.

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