Rheinpfalz An Rhein und Saar: Betriebsstörung bei BASF in Ludwigshafen

. Im BASF-Werk in Ludwigshafen gab es schon wieder einen Zwischenfall. Der Chemiekonzern teilte gestern mit, dass ein Gemisch aus Wasser mit Spuren von Rohnaphthalin und Ruß niedergegangen sei. Fünf Mitarbeiter einer externen Firma und eine BASF-Mitarbeiterin wurden damit benetzt. Nachdem sie vorsorglich in der Ambulanz begutachtet worden waren, konnten sie in den Betrieb zurückkehren. Rohnaphthalin kann den Angaben zufolge Haut- und schwere Augenreizungen verursachen. Ferner könne es Krebs und genetische Defekte auslösen. Zu der Störung kam es, als eine Anlage nach Revisionsarbeiten wieder gestartet wurde. Die Sicherheitssysteme reagierten laut BASF wie vorgesehen. Als überschüssiges Gas über eine Fackel verbrannt wurde, sei kurz eine geringe Menge des Gemisches niedergegangen. Die BASF-Umweltmesswagen stellten fest, dass nur die Umgebung der Anlage betroffen war. Bei der BASF wurden dieses Jahr bislang 15 Produktaustritte gemeldet, 2015 waren es 13 Fälle. Wegen eines Zwischenfalls mit Phosgen im Juni hatte das Umweltministerium eine Inspektion der TDI-Anlage angekündigt. Erste Termine und Gespräche hätten schon stattgefunden, sagte ein BASF-Sprecher. Da der Prozess noch laufe, könne man dazu nichts sagen. In Neustadt herrscht Zuversicht, dass die Stadt Krönungsstätte der Deutschen Weinkönigin bleiben wird. In einem Bilanzgespräch zum Deutschen Weinlesefest, das am Montag zu Ende gegangen war, erklärte Steffen Christmann, dass er hofft, dass der Vertrag mit dem deutschen Weininstitut schon im nächsten Frühjahr verlängert werden kann. Christmann ist Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Tourist, Kongress und Saalbau GmbH, die für das Weinlesefest verantwortlich zeichnet. Der 2009 zwischen der Stadt und dem DWI als Veranstalter der Wahl geschlossene Vertrag lässt bis 2020 zu, dass die Wahl der Deutschen Weinkönigin bis zu dreimal in zehn Jahren in einem anderen Ort erfolgen darf, wenn es dafür einen guten Grund gibt. 2016 war sie in Mainz wegen des Jubiläums „200 Jahre Rheinhessen“ veranstaltet worden. Laut Christmann haben die Hauptamtlichen des DWI kein großes Interesse daran, den Austragungsort noch häufiger zu wechseln. Rückendeckung gebe es auch auf der weinbaupolitischen Seite. |lrs/swz