Rheinpfalz Allein gegen das Publikum

Auch Käshofen wird in der Show zu sehen sein: „Vor ungefähr zwei Wochen waren fünf Leute bei uns daheim, da haben wir die Aufnah
Auch Käshofen wird in der Show zu sehen sein: »Vor ungefähr zwei Wochen waren fünf Leute bei uns daheim, da haben wir die Aufnahmen für den Vorspann gedreht«, erzählt Theresia Bißbort.

Theresia Bißbort aus Käshofen macht heute Abend um 20.15 Uhr bei der Liveshow „Alle gegen einen“ mit Moderator Elton mit und tritt in Schätzrunden gegen das Fernsehpublikum an. Die 30-Jährige war schon öfter bei Quizshows im Fernsehen zu sehen.

Bei „Alle gegen einen“ geht es darum, das Ergebnis von Experimenten zu schätzen, oft mit Action-Elementen: Wie viele Salatgurken kann ein Drift-Fahrer mit Hilfe zweier Samurai-Schwerter in einer S-Kurve durchtrennen? Wie oft kann ein Fallschirmspringer im freien Fall durch einen Hula-Hoop-Reifen fliegen, bevor er seinen Fallschirm öffnen muss? Und nach wie vielen Sekunden greifen scheinbar unbeaufsichtigte Kinder trotz Verbots zu Süßigkeiten? Dabei treten die Kandidaten quasi gegen ganz Deutschland an, denn die Fernsehzuschauer können über eine App mitschätzen. „Jetzt bin ich nicht so aufgeregt – am Dienstag war das anders: Da erhielt ich einen Anruf, dass ich die Kandidatin für Samstag sein würde“, erzählt die 30-jährige Käshoferin. Eigentlich wäre sie nur als Ersatzkandidatin zur Liveshow nach Köln gefahren – der eigentliche Kandidat hat aber kurzfristig abgesagt. „Ich hab’ das dann direkt meinen Begleiterinnen erzählt. Die häufigste Reaktion war: ,Oh Gott, ich muss noch zum Friseur!’“, sagt sie lachend. Freundinnen, Arbeitskolleginnen und ihre Schwägerin begleiten sie nach Köln. „Ich freue mich auf den ganzen Abend. Ganz besonders genieße ich es, in der Maske zu sitzen. Wann wird schließlich schon mal so um einen herumscharwenzelt?“, erzählt Theresia Bißbort. Und worauf freut sie sich besonders? „Ich finde Ruth Moschner megasympathisch – und auch Elton.“ Die Moderatorin Ruth Moschner und Comedian Faisal Kawusi stehen ihr als Promi-Joker zur Seite. Ihre Familie kann ihr bei einer Frage auch helfen. Zusammen mit ihrem Mann Matthias hat sie eine dreijährige Tochter. Jetzt ist sie wieder schwanger. „Im März ist es so weit. Deswegen: Wenn ich mal nicht weiter weiß, vertraue ich einfach auf mein doppeltes Bauchgefühl!“ Im Dezember ziehen die vier nach Großbundenbach. „Mein Mann ist Landwirt, wir haben da unseren Hof“, erzählt die Versicherungsfachangestellte. 100.000 Euro kann Theresia Bißbort insgesamt gewinnen, wenn sie bei allen 13 Fragen näher am Ergebnis dran ist als die TV-Zuschauer. Wobei gilt: Die letzte Runde muss sie auf jeden Fall gewinnen, ansonsten ist auch das Geld aus den vorherigen Runden futsch. Derzeit baut die junge Familie ein Haus; dafür würden die Bißborts auch einen Großteil des Preisgelds verwenden. Auch in Urlaub würden sie gerne fahren: „Wenn man mit einem Landwirt verheiratet ist, bleibt dafür nicht so viel Zeit. Das letzte Mal in Urlaub waren wir im Mai 2015, da waren wir kurz nach unserer Hochzeit auf Mallorca“, erzählt die 30-Jährige, die in Zweibrücken das Gymnasium besuchte, Fußball beim FC Homburg gespielt hat und sich fürs Springreiten begeisterte – wegen der Schwangerschaft musste sie das Hobby aufgeben. Chancen rechnet sich die 30-Jährige schon aus.: „Schätzen mag ich gern – logisch und räumlich denken liegt mir, allein schon durch die Landwirtschaft. Und bei uns auf dem Dorf wäre man ohne auch ganz schön aufgeschmissen“, sagt sie lachend. Außerdem hat sie schon viel Berufserfahrung: „Ich hab’ mal bei Ina und Reno gearbeitet und nach meiner Ausbildung studiert.“ Auch Fernseherfahrung hat sie bereits: Im Mai letzten Jahres war sie gemeinsam mit ihrer Mutter Heidi Bauer Kandidatin bei der SWR-Show „Quiz-Helden: Wer kennt den Südwesten“ und davor schon einmal 2012, ebenfalls beim SWR. Für den heutigen Auftritt bewerben musste sie sich nicht: „Wegen meiner Teilnahme beim SWR bin ich bei einer Casting-Agentur gelistet. Die haben mich im Juni angerufen und mich gefragt, ob ich bei einer neuen Pro7-Show mitmachen will.“ Nach einer Testfragerunde per Telefon wurde sie nach Köln zu Probeaufnahmen eingeladen. „Und vor ungefähr zwei Wochen waren fünf Leute bei uns daheim, da haben wir die Aufnahmen für den Vorspann gedreht“, erzählt sie. Neun Stunden dauerten die Aufnahmen für den zweiminütigen Einspieler. Deshalb wird auch Käshofen heute Abend zu sehen sein: Gedreht wurde unter anderem in ihrem Pferdestall und in der Küche mit ihrer Tochter beim Backen. „Die Visagistin, die dabei war, hat sich so gut mit meiner Tochter verstanden, dass meine Tochter gar nicht mehr von ihr wegwollte“, schwärmt Theresia Bißbort. Einziger Wermutstropfen an der ganzen Sache: „Die Kerb in Käshofen ist auch jetzt am Wochenende. Aber zur Kerweredd am Sonntagmittag schaffen wir es locker!“

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