Rheinpfalz 750. Geburtstag wird nachgefeiert
2018, ein Jahr zu spät, will die Gemeinde Kröppen ihr 750-jähriges Bestehen feiern. Geplant ist ein Fest am Erntedankwochenende, dem ersten Wochenende im September. Um die Organisation wird sich der neu gegründete Verein Dorfgemeinschaft Kröppen kümmern. Das ergab eine Bürgerinformationsveranstaltung am Montagabend, zu der Beigeordneter Gerhard Büchler eingeladen hatte. 40 Kröpper waren der Einladung gefolgt.
In einer der Ratssitzungen zu Jahresbeginn kam aus der Runde der Hinweis, dass der Ort in diesem Jahr 750 Jahre alt werde. Beigeordneter Büchler erklärte damals, dass seitens der Gemeinde nichts geplant sei. Dann jedoch entwickelte sich eine Eigendynamik: Innerhalb weniger Wochen wurde von der Gemeinde und den Vereinen, allen voran dem Sportverein mit Steffen Schwarz, Sohn des verstorbenen Bürgermeisters Ottmar Schwarz, ein Konzept entwickelt. Inzwischen gebe es großes Interesse an der Geschichte des Ortes und es gebe engagierte Bürger, so Büchler am Montag. Daher sei es naheliegend, das Jubiläum zu feiern. „Es soll ein Highlight in der Dorfgeschichte werden“, so Schwarz bei der Vorstellung des Konzeptes. In Zeiten, in denen etablierte Feste aufgrund von Helferschwund oder fehlender Akzeptanz aus dem Ortsbild verschwunden seien, biete die 750-Jahr-Feier die Möglichkeit, wieder enger zusammenzurücken. Gemeinsam sollte man ein Fest auf die Beine stellen, das wegweisend für zukünftige Veranstaltungen sein könnte. Überdies biete sich dadurch die Chance, die Dorfgemeinschaft wiederzubeleben. Ein solches Fest bis September diesen Jahres auf die Beine zu stellen, ist nur schwer möglich, daher wird das Jubiläum 2018 gefeiert. Das Konzept sieht ein dreitägiges Fest vor, das ähnlich einem Rheinland-Pfalz-Tages durchgeführt werden soll. Zentraler Anlaufpunkt wird das Sportgelände mit einem Festzelt sein. Von hier aus entsteht eine Festmeile bis zum Kreisel im Ort und rings herum. Dort soll eine Eventbühne errichtet werden. Für die Höhstraße, das sogenannte „Käseck“, wo früher die Dorffeste gefeiert wurden, ist ein deutsch-französischer Bauernmarkt angedacht. Im Gastwirtshof der Familie Dahl könnte ein Weindorf entstehen. Höhepunkt soll sonntags ein großer Festumzug sein, in Anlehnung an die Erntedankfestzüge. Deshalb ist als Termin das erste Septemberwochenende angedacht. Dies ist seit 1949 traditionell der Erntedankfesttermin. Über drei Tage soll laut Schwarz stets etwas Neues zu entdecken sein, so dass die Besucher am Ende sagen könnten: „In Kröppen wird auch was geboten.“ Da für dieses Großereignis eine Vielzahl von Helfern und Experten auf verschiedenen Gebieten benötigt werden, sollen Arbeitskreise, wie für die Projektplanung, den Bauernmarkt, die Logistik, für das Amtliche und Offizielle, das Marketing und anderes gebildet werden. Die Anwesenden konnten sich am Montag für die Arbeitskreise in Listen eintragen. Da die Gemeinde laut Büchler lediglich in der Lage ist, für das offizielle Programm freitags finanziell in Vorleistung zu treten, wurde am Montag ein neuer Verein gegründet, der sich um das Rahmenprogramm kümmern wird. Die Gründung der Kröpper Dorfgemeinschaft hatten Büchler und Schwarz bereits vorbereitet. Der Verein soll nun beim Vereinsregister Zweibrücken eingetragen werden und – wenn möglich – Gemeinnützigkeit erlangen. Die Amtszeit des Vorstandes beträgt zwei Jahre. Einen Mitgliedsbeitrag gibt es vorerst nicht, um weitere Kröpper zum Eintritt zu bewegen. Am Gründungsabend traten 31 Anwesende bei. Am Montag, 19. Juni, 19.30 Uhr, Sportheim, wird die konstituierende Vorstandssitzung sattfinden. Vorstand Vorsitzende: Steffen Schwarz, Kerstin Winter und Jenny Hitzelberger, Schatzmeister: Peter Kern, Schriftführerin: Inge Thiel, Beisitzer: Karin Pfeifer, Sabine Ziegler, Gerhard Winter, Andreas Maurer, Dominik Pfeifer, Norbert Pfeifer, Albert Petry, Werner Lantz, Uwe Schäfer, Volker Stöß, Gerhard Büchler (kraft Amtes), Kassenprüfer: Heinz Schatz, Erich Appelmann.