Rheinpfalz Ärztebedarf zielgenauer planen

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Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) hat eine Stellungnahme zu Vorwürfen der Arroganz bei der Festlegung von ärztlicher Überversorgung im Landkreis abgegeben.

Bei der Redaktion vor Ort in Wolfstein, über die wir am 13. September unter dem Titel „Hausarzt dringend gesucht“ berichteten, hatte Frank Schenkel von einer Arroganz der KV RLP gesprochen. Sie gehe von einer statistischen Überversorgung im Landkreis aus. Die KV RLP erklärt, dass sie nicht für diese Feststellung zuständig sei. Das geschehe nach Vorgaben auf Bundesebene. Die einzelnen Versorgungsgrade würden zudem regional vom unabhängigen Landesausschuss der Krankenkassen und Ärzte festgelegt, der sich in seinen Entscheidungen an die zwischen Spitzenverband der Krankenkassen und Kassenärztlicher Bundesvereinigung verhandelten Verhältniszahlen mit geringen Spielräumen halten müsse. Die KV RLP erklärt: „Die Einflussmöglichkeiten auf regionaler Ebene sind also sehr begrenzt.“ Vielmehr meint sie, „dass die Vorgaben der Bedarfsplanung den tatsächlichen Bedarf nicht zielgenau planen“ und kritisiert „die derzeit gültige Bedarfsplanung als Niederlassungsverhinderungsinstrument“. Sie fordert Reformen. Gemäß den Bundesvorgaben sei der hausärztliche Planungsbereich Kusel mit knapp über 110 Prozent derzeit „nur minimal ,überversorgt’“. Nach dem von der KV RLP selbst entwickelten Versorgungsindex seien aktuell förderfähig: Hausärzte in der Verbandsgemeinde Altenglan sowie im Kreis Kusel Augenärzte, Chirurgen, Hautärzte, Orthopäden. Sie verweist auf ihre Internetseite www.kv-rlp.de, wo mit dem Suchbegriff Strukturfonds jene Seite zu finden ist, auf der Informationen zu den Förderregionen aufgelistet sind.

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