FCK
Wie Jean Zimmer über die Runden kommt
Jean Zimmer muss erst einmal durchschnaufen. Diese Übung hat es in sich. Torschuss verbunden mit Sprints. Als ihm später Co-Trainer Frank Döpper in seiner ganz eigenen Art einen Spruch drückt, spart sich der 27-Jährige einen Kommentar – ein Grinsen reicht, und jeder weiß, was Sache ist.
„Wie immer im Trainingslager kommt irgendwann der Punkt, wo es kippt. Aber ich glaube, dass wir es ganz gut schaffen, sowohl bei den Mahlzeiten als auch im Training Spaß zu haben. Dennoch ist auch die nötige Härte und Konzentration dabei“, sagt der gebürtige Bad Dürkheimer, der in Landstuhl aufgewachsen ist. Genau diese Verknüpfung hat es dem Kapitän der Roten Teufel in Südtirol angetan: „Die Mischung aus Konzentration, Fokus und Spaß kriegen wir aktuell sehr, sehr gut hin, weil wir in der Mannschaft auch sehr gute Charaktere dazubekommen haben.“
Zimmer findet beim FCK die Freude wieder
Auch Trainer Marco Antwerpen ist angetan vom bisherigen Verlauf des Trainingslagers: „Ich bin sehr zufrieden. Die Spieler sind am Limit, körperlich nicht frisch, bringen aber immer wieder was auf den Platz.“
Jean Zimmer hat während seiner halbjährigen Leihe von Fortuna Düsseldorf zum FCK die Freude am Fußball wiedergefunden – trotz Abstiegskampf, trotz großen Drucks. Dass er nun wieder fest bei dem Verein ist, für den er schon in der Jugend spielte und bei dem er zum Profi und Fanliebling wurde, war für ihn ein logischer Schritt. „Es ist etwas anderes, wenn du für den Verein spielt, mit dem du groß geworden bist.“
Die Nummer von Fritz Walter
Für Zimmer ist es eine Ehre, für seinen FCK zu spielen – und künftig auch eine ganz besondere Nummer zu tragen: die Acht. Fritz Walter lief einst mit dieser für die Lauterer auf. In seiner Jugend hatte sie auch Zimmer bereits auf dem Rücken, später dann nicht mehr. „Sie hat auch privat für mich eine große Bedeutung. Ich freue mich, dass es geklappt hat.“
Apropos privat: Seine Frau und Töchterchen Charlotte leben noch in Düsseldorf. Auch aus dem Trainingslager heraus hält Jean Zimmer per Videotelefonie Kontakt zu beiden, die ihm sehr fehlen. Bald will die Familie ein Haus in Kaiserslautern beziehen: „Wenn das passt, wäre das optimal.“
