Fußball Wie die RHEINPFALZ der C-Klasse eine neue Bühne bietet
„Wir leben Pfalz“: Für die RHEINPFALZ ist das mehr als ein Slogan, der auf Häusern oder Werbemitteln steht. Es ist Selbstverständnis und Verpflichtung. Wir berichten aus der Pfalz für die Pfalz. Sie ist für uns wie für unsere Leser Heimat. Wir begleiten und schätzen Menschen, die sich für die Region einbringen, die die Pfalz leben und schätzen – so wie wir es tun. Deshalb möchten wir ihnen auch Entscheidungen erklären, die ihnen wie uns nicht leichtfallen.
Wer die Pfalz mag, muss die unteren Fußball-Klassen lieben. Hier treffen Talente auf Haudegen, sind Herkunft und Status egal. In der Kreisklasse zählt, was auf dem Platz passiert – und im Sportheim. Wer Verständigung sucht, ist in den unteren Ligen meist richtig. Nachwuchs findet hier den Einstieg in den Erwachsenensport, Ehrenamt nehmen die Menschen als ehrenwertes Amt wahr, Derbys schaffen Identifikation. Die Kreisklasse ist wochenendlich erlebbare Heimat.
Immer mehr Mitarbeiter fehlen
Als ehemaliger (untalentierter) Spieler des SV Ixheim und heute noch regelmäßiger Besucher von C-Klasse-Spielen weiß der Autor dieser Zeilen, wie wichtig Berichterstattung für Vereine ist – zur Generierung von Nachwuchs, als Wertschätzung von Engagement, zur Sicherstellung von ausreichend Zeitungsbieren. Trotzdem stellt die RHEINPFALZ, die die Pfalz doch lebt, die Kurzberichterstattung über die C-Klassen montags in der gedruckten Zeitung ein. Wie passt das zusammen? Das fragen sich einige Funktionäre wie Spieler. Wir möchten unsere Gründe darlegen – und erklären, wie wir den Helden der Kreisklasse eine noch größere Bühne bieten.
Zunächst der Blick nach innen: Uns fehlen in vielen Bereichen die Mitarbeiter, um über das Fußballgeschehen von den Landesligen bis zu den C-Klassen vollumfänglich zu berichten. In diesem Sommer ist das Problem akut geworden. Vielerorts gibt es schlichtweg keinen Mitarbeiter mehr für die aufwendige sonntägliche Betreuung der Klassen.
Vielerorts geht der erste Blick ins Netz
Zudem scheint ein Teil der Vereine gar nicht mehr an gedruckten Ergebnisfetzen interessiert zu sein – was sich daran zeigt, dass uns mitunter kaum Informationen über die Spiele gegeben werden. Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele, hochengagierte Spielleiter und Vereine. Aber das Gesamtresultat und damit der Informationsgehalt dieser Texte wird immer dünner.
Wohl auch deshalb haben uns zwei groß angelegte Leseverhaltensuntersuchungen drastisch vor Augen geführt, dass nur noch wenige Leser diese Artikel überhaupt wahrnehmen – womit wir beim Blick nach außen wären. Viele suchen Ergebnisse im Netz. Was dort aber fehlt, sind die Geschichten, die Vereine zuhauf produzieren: über Spielereltern, die seit Jahrzehnten die Trikots waschen, über den Zehner, der in Syrien zweite Liga gespielt hat und jetzt in der Kreisklasse kickt, über Großvater, Vater und Sohn, die gemeinsam auflaufen. Es sind diese Art Geschichten, die im Gegensatz zu den Ergebnisfetzen von vielen Lesern gelesen werden.
Geschichten über „Helden der Kreisklasse“ gesucht
Und es sind genau diese Geschichten über „Helden der Kreisklasse“, die die RHEINPFALZ noch regelmäßiger erzählen wird: ausführlich, lebendig, prominent. Statt Dreizeilern über Ergebnisse, die ohnehin im Netz stehen, stellen wir Menschen vor, die das verkörpern, was die Kreisklassen ausmachen. Dabei setzen wir auf Ihre Unterstützung: Wer hat es aus Ihrem Verein verdient, prominent porträtiert zu werden und damit in der Pflicht zu sein, seinem Team ein Zeitungsbier auszugeben? Melden Sie uns Namen und Kontakt an helden@rheinpfalz.de.
Uns ist bewusst, dass es Funktionäre wie Spieler geben wird, die unsere Gründe verstehen können, die Entscheidung dennoch schlecht finden. Aber glauben Sie uns eins: Mehr Bühne, mehr Aufmerksamkeit für die Helden der Kreisklasse hat es noch nie gegeben.