Fussball
Wie der SV Waldhof seine Torflaute beenden will
Die Aussage von Patrick Glöckner ist unmissverständlich. „Wir müssen mit mehr Spielern vor den Ball kommen“, sagte der Coach der Mannheimer. Mit dieser Vorgabe möchte der Fußballlehrer die Malaise im Sturm beheben, denn wenn viele Spieler im Spiel nach vorne beteiligt sind, steigt die Chance auf eine Torgelegenheit – und eben daran mangelte es zuletzt bei den Waldhöfern. Bei der 0:1-Niederlage in Rostock hatte der SVW über 90 Minuten keine klare Chance auf einen Treffer. „Wir müssen mehr Tiefe in unser Spiel bekommen“, erklärte Glöckner, der in den zurückliegenden Einheiten auf dem Trainingsplatz fast nur an den offensiven Feinheiten arbeitete, damit seine Mannschaft wieder torgefährlicher wird.
Wichtig: Die Balance finden
Es ist interessant, dass die Waldhöfer im ersten Drittel der Saison Tore wie am Fließband produzierten, dafür aber in der Defensive anfällig waren. In den zurückliegenden zehn Partien kassierte der SVW nur acht Treffer – kein Team war in diesem Zeitraum bei der Torverhinderung besser. Dafür ist den Mannheimern zuletzt die eigene Torgefahr aber komplett abhanden gekommen. Für die Begegnung gegen die Bayern und die Spiele danach kommt es also darauf an, die richtige Balance zu finden, um die Stabilität in der Abwehr beizubehalten und gleichzeitig den Offensivgeist neu zu entdecken. „Wir müssen mehr Mut haben, auch wieder mehr tiefe Läufe machen“, ordnete Glöckner an.
Boyamba wieder dabei
Eine starke offensive Option kehrt gegen die Münchener in jedem Fall in den Kader zurück. Joseph Boyamba dürfte als Alternative auf der Bank sitzen, nachdem er seine Verletzung auskuriert hat. „Ich werde erst noch einmal mit ihm sprechen“, sagte Glöckner, ließ die Pläne aber schon durchblicken: „Er hat uns immer sehr geholfen, wenn er eingewechselt wurde.“ Immerhin drei seiner sieben Saisontreffer erzielte der variabel einsetzbare Offensivmann als Joker und sein Trainer, die Kollegen und er selbst hätten nichts dagegen, wenn gegen die „kleinen Bayern“ ein vierter hinzukäme.
Ferati fehlt weiter
Mit Arianit Ferati fehlt ein wichtiger Akteur für das kreative Spiel weiterhin. Der Spielmacher steigt nach überstandenem Kapselriss im Knöchel erst nach der Partie voll ins Mannschaftstraining ein. Gegen die Münchner müssen die Waldhöfer also noch ohne die Ideen des Linksfußes auskommen, was bitter ist. Die Vorgabe des Trainers, so oft wie möglich vor den Ball zu kommen, können die Kollegen aber auch ohne Ferati umsetzen.