Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Warum bei den Adlern Mannheim nur wenige Herzen blinken

Vor der Rückkehr? Ruslan Iskhakov.
Vor der Rückkehr? Ruslan Iskhakov.

Zum „Spiel der leuchtenden Herzen“ empfangen die Adler Mannheim am Donnerstag (19.30 Uhr) die Düsseldorfer EG. Eigentlich ist dieser Termin ein Feiertag im Spielplan der Deutschen Eishockeyliga, aber diesmal fehlt eine wichtige Komponente.

Für Adler-Trainer Pavel Gross steht zunächst einmal das Sportliche im Mittelpunkt und da kommt mit der DEG eine unangenehme Aufgabe auf seine Mannschaft zu. „Düsseldorf spielt defensiv sehr diszipliniert, hat ein sehr gutes Umschaltspiel und spielt extrem gut in Überzahl“, zählte er auf. Davon durften sich die Adler erst vor zwei Wochen überzeugen, als sie ebenfalls in eigener Halle mit 2:4 unterlegen waren. Dieses Mal sollen die Punkte in Mannheim bleiben. Deshalb erwartet Gross von seiner Mannschaft vor allem die richtige Einstellung. Nur mit der habe man sich aus der Negativserie von drei Niederlagen in Folge wieder herausgekämpft. „Die Arbeitsschuhe anziehen“, nennt dies der Mannheimer Trainer.

Welches Personal er dafür zur Verfügung hat, ist allerdings offen. So hatte Verteidiger Ilari Melart gegen Augsburg lediglich das Aufwärmprogramm mitgemacht, sich dann aber wieder in die Kabine zurückgezogen. Ob der Hüne aus Finnland eine Option gegen Düsseldorf ist, sei daher offen. In anderer Hinsicht war Gross optimistischer. „Ich glaube, dass wir Ruslan in diesem Jahr wieder auf dem Eis sehen werden“, sagte er in Richtung von Stürmer Ruslan Iskhakov, der seit dem ersten Spieltag ausfällt.

Zuschauer fehlen

Wer aber ganz sicher vermisst wird, sind die Zuschauer, die das „Spiel der leuchtenden Herzen“ mit ihren roten Blinklichtern in eine ganz besondere Atmosphäre tauchen. „Jedes Spiel ohne Zuschauer ist sehr traurig“, so Gross, der die unterschiedlichen Regelungen beklagt. So sind in Bayrischen Arenen gar keine Zuschauer erlaubt, in Köln spielten die Adler zuletzt vor 5000 Besuchern und sie selbst dürfen 750 Zuschauer in die Halle lassen, haben sich aber für Geisterspiele entschieden.

Zumindest in der Regel, denn für dieses besondere Match wurden 750 Eintrittskarten an Berufsgruppen verteilt, die in den fast zwei Jahren der Pandemie herausragendes geleistet haben. So ging das Kartenkontingent an Kranken- und Pflegepersonal, an Angestellte im Lebensmittelhandel, an Polizei und Feuerwehr. „Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten ein Zeichen der Anerkennung setzen“, erklärte Adler-Geschäftsführer Matthias Binder.

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