Fussball Waldhof Mannheim: Rehm will nicht schon gehen (müssen)

In der Kritik: Rüdiger Rehm.
In der Kritik: Rüdiger Rehm.

Der SV Waldhof scheidet aus dem Verbandspokal aus, die Krise verschärft sich. Trainer Rüdiger Rehm hofft dennoch auf einen Verbleib.

Nach dem Aus im Viertelfinale des badischen Verbandspokals beim Ligakonkurrenten SV Sandhausen (1:4) wächst der Druck auf die Verantwortlichen beim SV Waldhof Mannheim weiter. Trainer Rüdiger Rehm steht angesichts von acht Pflichtspielen ohne Sieg vor dem Heimspiel am Freitag gegen den SC Verl mehr denn je mit dem Rücken zur Wand. Für seinen Verbleib an der Seitenlinie des SVW muss dringend ein Dreier her.

Aber nicht nur an Rehm, der als so etwas wie die Königsverpflichtung für die neue Saison galt, entzündet sich die Kritik. Lautstark verunglimpfte ein Teil der rund 3000 mitgereisten SVW-Fans nach dem Doppelschlag durch David Otto und Rouwen Hennings (31. und 34.) zum zwischenzeitlichen 0:2 Waldhofs Geschäftsführer Markus Kompp, den sie angesichts des offenkundig unzureichenden Ersatzes für die vielen Abgänge vor dem Rundenstart als Hauptverantwortlichen für die aktuelle Misere des Tabellen-18. ausmachen.

Die Qualität reicht nicht

Einmal mehr wurde in Sandhausen deutlich, dass die Qualität im Kader nicht für die gehobenen Ansprüche des SVW ausreicht. Leichte Ballverluste, reihenweise Fehlpässe und Lücken in der Abwehr waren am Samstag wie schon seit Wochen fester Bestandteil des Spiels der Mannheimer. Rehm machte trotz der „leichten Gegentore“ eine Leistungssteigerung aus und kämpft vor dem Verl-Spiel um seinen Platz an der Seitenlinie: „Es geht um den SV Waldhof, und wir müssen die Spiele vor Weihnachten positiv gestalten. Es ist keine Trainer-Geschichte, sondern eine Kopf-Geschichte von uns allen. Wenn es an mir liegt, ist das die schnellste Lösung. Ich will nicht nach vier Monaten Waldhof wieder verlassen.“

Dass dies nicht so kommen wird, liegt in der Macht seiner Spieler. Verl kann für Rehm die letzte Chance sein, für die Blau-Schwarzen verantwortlich zu bleiben.

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