Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Waldhof-Coach Trares: Wir brauchen noch ein bisschen Zeit

Suchte auch in Aachen seine Form: Waldhof-Spieler Martin Kobylanski (rechts), im Duell mit Soufiane El-Faouzi.
Suchte auch in Aachen seine Form: Waldhof-Spieler Martin Kobylanski (rechts), im Duell mit Soufiane El-Faouzi.

Das 0:0 bei Alemannia Aachen am Mittwoch verdeutlicht: Beim SV Waldhof Mannheim wachsen trotz des Trainerwechsels, des ersten Saisonsiegs gegen den VfL Osnabrück und des Stimmungsumschwungs die Bäume noch lange nicht in den Himmel.

Zwar spielten die Kurpfälzer beim 0:0 in Aachen seit dem Sieg gegen Arminia Bielefeld (1:0) am 15. März diesen Jahres und damit nach über einem halben Jahr mal wieder zu null. Mit neun Gegentreffern nach dem siebten Spieltag haben derzeit nur sechs Team in der Dritten Liga weniger Treffer kassiert als Mannheim. Gegen die Alemannia hatten die „Buwe“ jedoch durchaus Glück und einen guten Rückhalt in Torhüter Jan-Christoph Bartels, dass die Gastgeber ihr deutliches Chancenplus nicht in Tore ummünzen konnten.

Trares lobt Kampfgeist

„Das war eine gute kämpferische Leistung. Wir haben das insgesamt gut verteidigt, auch wenn wir in der einen oder anderen Situation den ruhigeren Ball spielen können. Wir brauchen noch ein bisschen Zeit“, betonte Trares angesichts der Englischen Woche und den damit verbundenen wenigen Trainingseinheiten mit der Mannschaft seit er das Traineramt in der vergangenen Woche übernommen hat.

Beim 0:0 wurde einmal mehr deutlich, dass der SV Waldhof noch weit davon entfernt ist, im Spielaufbau länger die Kontrolle über den Ball zu behalten. Zu viele individuelle Fehler kennzeichnen auch weiterhin das Spiel des Waldhofs. Wie schon beim Sieg gegen Osnabrück am Samstag leistete sich in Aachen etwa Maximilian Thalhammer mit einem Fehlpass kurz vor dem eigenen Strafraum einen ordentlichen Schnitzer. Anders als gegen die Niedersachsen blieb der Fehler am Mittwoch folgenlos – der Schuss von Lukas Scepanik ging knapp am Tor vorbei.

Einige Nachlässigkeiten

Durch solche Nachlässigkeiten bringen sich die Mannheimer immer wieder in die Bredouille und verfallen dann in Hektik. Auf der Habenseite verzeichnete der SV Waldhof neben dem Punktgewinn in Aachen lediglich drei gute Chancen. Das verdeutlicht einmal mehr das große Manko der Mannschaft: Mit lediglich sieben Treffern stellt sie den drittschlechtesten Angriff der Liga, vor allem weil die Stürmer aufgrund von zu wenigen Impulsen aus dem Mittelfeld zumeist auf sich allein gestellt sind. Allerdings: Trares stehen für die dafür so wichtige Zehner-Position neben Martin Kobylanski, der noch nach seiner Form sucht, nur wenige Alternativen zur Verfügung. Auch Kelvin Arase konnte bisher nicht überzeugen.

Nun kommt RW Essen

Die Elf hat derweil bereits am Samstag die Möglichkeit, einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen. Dann steht um 14 Uhr das nächste Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen an. Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet zog am Mittwoch mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund II (3:1) in der Tabelle am Waldhof vorbei, der nach wie vor auf Platz 16 und damit auf einem Abstiegsplatz steht. Ob es Trares schaffen wird, in den wenigen Trainingseinheiten bis zum Duell gegen Essen der Mannschaft weiter seine Spielphilosophie zu vermitteln? Die Baustellen im Team waren jedenfalls schon unter seinem Vorgänger Marco Antwerpen bekannt.

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