Handball
Vor welchen Herkulesaufgaben der TuS Dansenberg steht
Die einzige Konstante beim TuS Dansenberg war bislang das Verletzungspech. Alles begann mit dem Ausfall von Robin Egelhof. Der Linkshänder zog sich Mitte März einen Kreuzbandriss zu und fällt seitdem aus. Dass sich Rückraumspieler Torben Waldgenbach Mitte September bei einer unglücklichen Aktion im Training eine schwere Handverletzung zuzog und daraufhin mehrere Wochen nicht zur Verfügung stand, passt in das Bild einer Saison, die unter keinem guten Stern zu stehen scheint. Denn nur kurz darauf erwischte es Jonas Dambach. Für den Torjäger bedeutete seine komplizierte Verletzung am Ellenbogen das vorzeitige Saisonaus. Der daraufhin nachverpflichtete bulgarische U20-Nationalspieler Mihael Ivanov laboriert seit Anfang Dezember an einem Bänderriss im Fuß, Kapitän Sebastian Bösing (Schultereckgelenksprengung) wird frühestens Ende Januar zurückerwartet.
„Vom Papier her haben wir den bislang vielleicht stärksten Kader seit dem Aufstieg vor sechs Jahren, aber die Tabelle lügt nicht“, sagt Teammanager Alexander Schmitt. Der Vorsprung auf Relegationsrang elf beträgt gerade mal vier Punkte, und die Gefahr, in den Abstiegskampf der Dritten Handball-Bundesliga mithineingezogen zu werden, ist groß. Zumal die ersten beiden Auswärtsreisen im neuen Jahr zum Tabellenvierten TV Gelnhausen (Samstag, 20 Uhr) und zum Spitzenreiter TuS Ferndorf führen. Zwischen den beiden Herkulesaufgaben steht das Pfalzderby gegen den Tabellendritten TSG Haßloch auf dem Programm.
Nur kurzer Aufwärtstrend
Die Spiele werden die ersten Aufgaben für Thomas Weber (56), den die Dansenberger Anfang des Jahres als neuen Coach vorgestellt haben. Der A-Lizenz-Trainer ist ein erfahrener Mann und war zuletzt als Jugendkoordinator und A-Jugendtrainer beim TV Großwallstadt tätig, bei dem er bis Sommer 2022 auch Co-Trainer der Herrenmannschaft war. Der gebürtige Darmstädter wurde mit einem Vertrag bis 30. Juni 2024 ausgestattet. Er folgt auf Frank Müller, der bis zu seinem Rückzug Mitte Dezember das uneingeschränkte Vertrauen der Vereinsverantwortlichen genoss – trotz der Talfahrt in der Liga.
Nach dem miserablen Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten vier Spielen, darunter die beiden krachenden Auswärtsniederlagen in Hanau (19:36) und Nieder-Roden (15:29), fing sich die Mannschaft zwar und verlor von den folgenden sieben Spielen nur die Partie bei der HG Saarlouis. Der Aufwärtstrend war aber nicht von Dauer, von den letzten vier Spielen des Jahres verlor Dansenberg drei. Besonders bitter waren die beiden nicht einkalkulierten Niederlagen gegen die HSG Dutenhhofen-Münchholzhausen II (30:31) und beim NLZ Friesenheim-Hochdorf (27:30). „Bis auf Luca Steinführer und Michel Fiedler haben die Neuzugänge nicht so eingeschlagen, wie wir uns das erhofft hatten“, sagt Teammanager Alexander Schmitt: „Jetzt gilt es erst einmal, so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen.“