Sport Von A bis Z – die Neuen beim FCK (1): Zlatan Alomerovic

KAISERSLAUTERN. Zlatan Alomerovic hat den Kampf um das Erbe von Tobias Sippel bei Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern aufgenommen. Bei Borussia Dortmund der dritte Mann in der Torhüter-Hierarchie, will der 24-Jährige jetzt die Nummer 1 der Roten Teufel werden.
„Ich bin Sportler, ich will spielen! Das möchte ich in der Vorbereitung zeigen“, sagt der 1999 mit seinen Eltern nach Deutschland gekommene Alomerovic. „Er hat Potenzial“, attestiert Torhüter-Trainer „Gerry“ Ehrmann dem Neuzugang, der 96 Drittligaspiele und 16 Regionalligaeinsätze für den BVB absolvierte, in sechs Bundesligaspielen auf der Bank der Schwarz-Gelben saß „Er ist keiner, der kommt, um auf der Bank zu sitzen“, klassifiziert FCK-Trainer Kosta Runjaic und sieht einen offenen Zweikampf zwischen dem ehrgeizigen Neuen und dem überaus begabten Marius Müller. Dritter Torhüter im Profikader der Roten Teufel ist Julian Pollersbeck. „Zlatan ist ein sehr positiver Mensch, ein emotionaler Mensch, ein Sonnenschein-Typ“, sagt Runjaic, der in dem 1,87 Meter großen, 85 Kilogramm schweren Ex-Dortmunder „ein Paket“ sieht. „Er passt zu ,Gerrys Training...“ Zwei Jahre läuft der Kontrakt Alomerovics beim FCK. Als das Angebot kam, musste er nicht lange überlegen, ehe er die Unterschrift unter den Vertrag setzte. „Nein! Bedenkzeit hab’ ich nicht gebraucht. Dieser Verein hat eine große Tradition. Es hat mich deshalb auch schon geärgert, dass sie nicht aufgestiegen sind“, sagt der Schlussmann und schwärmt: „Ein geiler Klub, ein geiles Stadion, geile Fans!“ Zum Wechsel in die Pfalz hat ihm auch der beim FCK groß gewordene Roman Weidenfeller, die bisherige Nummer 1 beim BVB, geraten. „Ja natürlich hab’ ich Roman gefragt. Er hat mir nur Positives vom FCK erzählt und mit einem Augenzwinkern gesagt: Ich leg’ ein gutes Wort bei ,Gerry’ für dich ein.“ Zlatan Alomerovic sieht sich nach zwei Trainingstagen noch in der Eingewöhnungsphase, er muss sich natürlich auf das Training der Lauterer und Ehrmanns Anforderungen umstellen. „Das wird mich weiterbringen. ,Gerry’ legt viel Wert auf Sprungkraft und Explosivität“, sagt der schlagfertige Torhüter. Die Frage, wie die ersten zwei Trainingstage waren, beantwortet er lachend mit einem Wort: „lang“. Kürzer wird es auch heute nicht. Um 8 Uhr geht’s mit Lauftraining weiter, um 15.30 Uhr folgt die zweite Einheit auf dem Platz. Das Vorbild Alomerovics ist Oliver Kahn. „Nicht unbedingt von seinem Torwartspiel, das sich ja verändert hat. Aber von seiner Mentalität, seiner Persönlichkeit her“, sagt der Keeper. Er hatte am Sonntag und gestern viel Spaß bei der Arbeit. „Ich bin ein Torwart, der gerne mitspielt, der am Spiel teilhaben möchte“, sieht er sich beim FCK auf Anhieb gut aufgehoben. Nach neun Jahren bei Borussia Dortmund sah er die Zeit gekommen, seine Chance in einer neuen Umgebung, bei einem neuen Klub zu suchen. Die Herausforderung hat er angenommen. Seine Freundin ist noch in Dortmund, die Wohnungssuche in der neuen Heimat läuft. In der Freizeit mag es Alomerovic, sich mit Freunden im Kino oder zum Volleyball und Beachvolleyball zu treffen. Zlatan Alomerovic ist angekommen. Er strahlt Optimismus aus und muss nun zeigen, dass er die Nummer 1 eines ambitionierten Zweitligisten werden kann.
