Fussball
Verbandsliga-Neuling TuS Steinbach muss sich nicht verstecken
Die Donnersberger schafften vergangene Saison völlig überraschend den Aufstieg. In drei harten Begegnung kämpften die Steinbacher den FSV Schifferstadt nieder. Als die derzeitigen Konkurrenten alle schon in der Sommerpause weilten, machte der TuS mit einem Elfmeterschießen den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte wahr.
„Wir hatten nur für die Landesliga geplant. So spät dann noch verbandsligataugliche Akteure zu verpflichten, erwies sich als unmöglich“, sagt Trainer Christoph Heinrich, der in der Winterpause 2021/22 geholt worden war und sich plötzlich in der Situation fand, zwei Spielklassen höher als bisher zu trainieren.
Am Anfang Lehrgeld bezahlt
Als die neue Spielzeit dann am ersten August-Wochenende startete, hatten die Steinbacher noch Pause. „Dass es später für uns los ging, ist sehr gut gewesen, denn die vergangene Runde war ganz hart“, betont Markus Buhl-Bohlander, der Teammanager und zugleich Vorsitzende. Der Aufsteiger ging dann am 14. August als krasser Außenseiter in die Saison – und zahlte bei der 0:4-Niederlage in Hohenecken auch gleich Lehrgeld.
Doch nur eine Woche später durften Heinrich und seine Spieler das erste Mal jubeln. Im Duell der Aufsteiger gewann der TuS zu Hause gegen den SV Hermersberg mit 2:0, und wieder vier Tage später holten die Steinbacher gegen den zweiten Mitneuling, TSG Bretzenheim, der hoch gehandelt wurde, beim 1:1 auf eigenem Rasen einen Punkt. Da war dann klar: Der TuS musste sich nicht verstecken.
Bisher nur zu Hause eine Macht
In der Folge lieferten die Donnersberger immer gute Begegnungen ab. Allerdings nur zu Hause holte TuS auch Punkte. Doch der 3:1-Sieg gegen den FC Bienwald Kandel und das 1:1 am vergangenen Sonntag gegen den SC Idar-Oberstein ließen aufhorchen – beide Gegner gelten als Titelkandidaten. „Vor eigenem Publikum läuft es schon richtig gut. Wir sind in der Vereinsführung mit den bisherigen Leistungen der Mannschaft absolut zufrieden“, sagt Markus Buhl-Bohlander, der auch den Trainer lobt: „Christoph Heinrich ist mit Herzblut dabei, sehr engagiert, sehr akribisch, er macht wirklich sehr gute Arbeit.“
Dass der TuS aktuell auf einem Abstiegsrang steht, macht Buhl-Bohlander nicht nervös: „Wir werden unsere Punkte schon noch holen. Klar: Auswärts wollen wir nun auch mal punkten.“ Auf fremdem Platz holten sich die Steinbacher bislang nur Niederlagen ab. „Aber wenn man sich mal unser Auftaktprogramm ansieht, dann kann ich mit der bisherigen Punkteausbeute wirklich sehr gut leben. Es war nämlich ein harter Start mit Gegnern, die beinahe alle aktuell in der oberen Tabellenhälfte stehen“, sagt Buhl-Bohlander. Am Sonntag sind die Steinbacher beim TuS Marienborn wieder gegen ein vermeintliches Top-Team der Liga gefordert.
Ein idyllisch gelegener Platz
Die Steinbacher werden übrigens von vielen Klubs der Verbandsliga auch um ihre idyllische Sportanlage beneidet. Und dass bislang im Schnitt um die 160 Zuschauer zu den Heimspielen kamen und für eine schöne Kulisse sorgten, spricht ebenfalls für den Neuling.