Eishockey Titeltraum der Adler Mannheim ist ausgeträumt
Deutlich gefrusteter äußerte sich Nationalverteidiger Korbinian Holzer: „Es geht mir ziemlich auf den Sack, dass wir ausgeschieden sind.“ Die Mannheimer hatten nach zwei Niederlagen gegen Berlin in der Halbfinalserie schon mit 0:2 zurückgelegen, sich die Finalchance mit bemerkenswerten Siegen in den Aufeinandertreffen drei und vier aber gewahrt. Im entscheidenden fünfte Spiel gelang jedoch kein Tor.
Das erste Drittel war das erwartete Abtasten, taktisch und defensiv geprägt. Die Sorge vor einem ersten, vielleicht entscheidenden Fehler beschäftigte alle Akteure auf dem Eis. Trotzdem krachte die Scheibe zweimal ans Torgestänge, einmal auch ans Berliner – der gute Borna Rendulic hatte abgezogen.
Nach erstem Tor ein offeneres Spiel
Gleich zu Beginn der Mittelabschnitts nutzte Manuel Wiederer dann seinen eigenen Rebound nach vorheriger Brückmann-Abwehr, brachte den Meister mit 1:0 in Führung. „Einen Fehler mehr gemacht, das war der Unterschied“, benannte Korbinian Holzer diese Situation als Schlüsselszene. Ab jetzt war’s auf jeden Fall ein viel offeneres „Finale“ im Halbfinale. Erneut Rendulic hatte die große Ausgleichschance, traf aber nur das Außennetz. Auch David Wolf scheiterte für die nun dominanten Gäste.
Deren Verzweiflung nahm jedoch nach dem zweiten Treffer der Eisbären durch Blaine Byron (46.) zu. Aber die Eisbären verteidigten die Führung mit Geschick und Glück. Glück, das den Adlern diesmal abging. „Uns fehlte der Wechsel des Momentums“, stellte Bill Stewart fest. Das 3:0 gelang den Berlinern mit einem Schuss ins verwaiste Tor. Sie treffen nun bereits am Freitagabend im ersten Finalspiel auf den EHC Red Bull München.