Radsport Starkes Team verhilft Fabian Genuit zum Sieg in Kandel
„Wir sind letztendlich nur zu elft und würden Euch anbieten, das Rennen von 72 auf 60 Kilometer zu kürzen. Seid Ihr einverstanden?“, fragte Thomas Ackermann vom Ausrichter RV Edelweiß Kandel das Starterfeld, aus dem sich kein Widerspruch regte. Mit sechs Fahrern drückte Team Möbel Ehrmann von Beginn dem Rennen den Stempel auf. Joshua Asel gewann die ersten vier von zehn Wertungen, verwies dabei gleich dreimal den Saarländer David Büschler (Storck Metropol Cycling) auf Platz zwei.
Obwohl Asel am Vortag ein Rennen in Offenbach am Main mit großem Vorsprung gewann, hatte er gute Beine und musste sich in den Sprints nicht verausgaben. Was zuletzt nicht so war: „Das Jahr lief bisher richtig gut, die letzten drei Wochen war ich aber ziemlich müde. Ich habe dann im Training rausgenommen und fühle mich jetzt wieder fit.“ Sein Teamkollege Philipp Küllmer holte sich nach einer Attacke die nächste Wertung,
Die Kollegen kontrollieren das Feld
Dann aber schlug die Stunde von Fabian Genuit: Er setzte die nächste Attacke und baute seinen Vorsprung sukzessive aus. Seine Teamkollegen kontrollierten das Hauptfeld, sorgten zeitweise mit Bummeltempo dafür, dass Genuit auf der 1,2 Kilometer langen Runde sich dem Feld weiter näherte. In der 40. Runde war es soweit: Genuit fuhr wieder ins Feld, sicherte sich nach drei Wertungen auch den Rundengewinn und sorgte somit für die Vorentscheidung.
Der zweitplatzierte Joshua Asel sprach nach dem Sieg in Offenbach und Platz zwei in Kandel von einem nahezu perfekten Wochenende: „Wichtig ist, dass einer von uns gewinnt. Wenn wir dann noch Erster und Zweiter werden, umso besser.“ Der drittplatzierte David Büschler, der in jeder Wertung in die Punkte fuhr, wich der Frage nach Zufriedenheit aus: „Sagen wir es so: Ich habe das Beste draus gemacht. Als einziger gegen Ehrmann zu fahren war schwierig, da sie es perfekt gemacht haben“, so der 31-jährige KT-Fahrer.
Der Sieger stellte sich nicht in den Vordergrund: „Es ist natürlich ärgerlich für die anderen Teams, dass wir in der Überzahl schön abwechselnd attackieren konnten.“ Sein Dank galt den Teamkollegen: „Einfach schön, dass sie mir, wie bereits in Neupotz, das Vertrauen geschenkt und das Rennen für mich gestaltet haben.“