Leichtathletik
Spitzenleistungen bei Rheinland-Pfalz-Meisterschaften
Dennis Lukas wirkte, als könne er selbst nicht fassen, dass er so früh in der Saison in so guter Form ist. „So weit habe ich in der Halle noch nie gestoßen. Damit habe ich so nicht gerechnet“, bekannte der 27-Jährige. Drei seiner sechs Versuche waren gültig. Nach dem ersten auf 18,28 Meter gelang ihm mit seinem zweiten Stoß die Siegesweite. Im vierten Versuch standen 19,11 Meter zu Buche.
„Ich habe im Winter wenig Technik machen können durch mein Auslandssemester und bin erst seit zwei, drei Wochen wieder im Techniktraining. Dafür war's okay. Selbst die, die nicht gültig waren, waren über 18 Meter. Das zeigt, dass man auf jeden Fall noch Potenzial hat“, wertete der Student der Energie- und Verfahrenstechnik an der TU Kaiserslautern.
Nächste Stufe zünden
Sein nächstes Ziel sind die deutschen Hallenmeisterschaften am 26. und 27. Februar in Leipzig. „Im Idealfall will auch dort so weit wie hier und wenn möglich noch weiter stoßen und dann sehen, was für eine Platzierung rauskommt“, blickte er nach vorn. Die nächste Stufe, will er in der Freiluftsaison mit den deutschen Meisterschaften am 25. und 26. Juni in Berlin als Höhepunkt zünden. „Man muss dann einfach gucken, wer noch da ist. Natürlich will man sich da weiter steigern und hoffentlich bei den deutschen Meisterschaften um die ersten drei Plätze mitringen“, sagte Lukas.
Im Stabhochsprung der Männer gab es keine Jahresbestleistung, aber die Höhe stand für die beiden Erstplatzierten auch nicht unbedingt im Vordergrund. Oleg Zernikel vom ASV Landau war mit 5,40 Meter in den Wettkampf gestartet. Die meisterte er im ersten Versuch, danach ließ er 5,60 Meter auflegen, an denen er dreimal scheiterte.
Bestmarke im Visier
„Ich denke, ich kann in Karlsruhe ganz gut starten. Da wird es auf jeden Fall klappen“, sagte der Olympiateilnehmer in Tokio mit Blick auf das Karlsruher Indoor Meeting am kommenden Freitag. „Heute war ich ruhiger. Es ist runder gelaufen als zuletzt im Training und so ein paar Marken haben auch gestimmt“, befand der 26-Jährige. „Wenn ich die 5,60 gesprungen wäre, wäre ich auf die 80 gegangen, denn das ist das Ziel, die 81 zu springen für die Hallen-WM und den ganzen Sommer“, verriet er.
Zernikels Vereinskollege Lamin Krubally war mit 5,10 Meter gestartet, die er im zweiten Versuch meisterte. An 5,30 Meter scheiterte er dreimal. Der 26-Jährige haderte mit seiner Technik. „Ich habe versucht, im Einstich besser umzusetzen, indem ich nach vorne treibe mit dem Stab. Ich hatte aber etwas Anlaufschwierigkeiten“, schilderte Krubally, der erst in der vergangenen Woche von zwölf auf 14 Schritte Anlauf gewechselt war.
Fehlende Tiefe
„Bei den zwei Schritten mehr hat man gemerkt, dass die nicht ganz aktiv gesetzt worden sind. Dadurch ist eine gewisse Passivität entstanden und ich habe dann doch nicht die Tiefe bekommen hab', die ich gewollt hab’“, beschrieb Krubally sein Problem. „Man hat gesehen, von der Höhe her hätte es gepasst, aber dann bin ich auf die Stange gefallen, da ist ärgerlich“, sagte der Landauer, der beim Meeting in Sindelfingen und den süddeutschen Meisterschaften in Frankfurt auf eine Steigerung hofft.