Fussball
Spielt Kramaric gut, ist auch Hoffenheim gut
Der kroatische Star brachte mit seinem zwei Elfmetertoren die kriselnde TSG 1899 Hoffenheim auf Kurs, Ihlas Bebou setzte noch einen drauf, ehe Hertha BSC in der Nachspielzeit durch Stevan Jovetic auf 1:3 verkürzte. Nach fünf Monaten verbuchte die TSG 1899 endlich mal wieder einen Sieg. 15 Anläufe benötigte das Team. „Die TSG ist wieder da“, sangen die Fans.
Die ganze Last auf seinen Schultern, so muss es Andrej Kramaric vorgekommen sein, als er zu den beiden Strafstößen antrat. Hinterher relativierte der kroatische Vize-Weltmeister. „Alle fragen mich nach diesem Druck. Aber wenn du es nicht schaffst, im Fußball mit dem Druck zurechtzukommen, dann brauchst du kein Fußballspieler zu sein. Du musst Charakter zeigen. Ich wollte Verantwortung übernehmen. Ich habe es gemacht. Die zwei Tore, ein schönes Gefühl. Das war ganz wichtig für das Selbstvertrauen. Für die Fans, für den Verein“, sagte der Angreifer.
Kramaric erleichtert
Kramaric begann diesmal von Beginn an, im Spiel zuvor beim SC Freiburg war er außen vor. Und er wusste, wie bedeutsam der Sieg war. „Mir sind große Steine vom Herzen gefallen. Endlich haben wir gewonnen. Es war ein wichtiges Spiel, wir mussten gewinnen. Wir hatten eine gute Energie auf dem Platz. Es gibt noch viele Spiele, aber wir haben gezeigt, dass wir es machen können. Wir sind in keiner einfachen Situation, ich hoffe, wir können es schaffen“, sagte er.
Gegen keine Mannschaft in der Liga trifft der 31-Jährige so häufig wie gegen Hertha BSC, das waren nun schon die Treffer elf und zwölf gegen die Berliner, die eine enttäuschende Leistung zeigten.
Matarazzo baut auf den Kroaten
Andrej Kramaric betonte, „eigentlich fast gar nichts zu lesen“. Mitbekommen hat er aber schon, dass sein Trainer Pellegrino Matarazzo unterstrich, ihm zuzutrauen, die Mannschaft zum Klassenerhalt zu schießen. „Das gibt mir gute Energie“, betonte der Stürmer.
Riesengroß war die Erleichterung auch bei Pellegrino Matarazzo. Eine Schlagzeile lautete während der vergangenen Woche, der Trainer müsse weichen, wenn gegen Hertha BSC erneut kein Sieg gelingen würde. „Hier ist noch lange nichts zu Ende, ich habe noch vieles vor. Natürlich war es eine brenzlige Situation. Dass die Mannschaft Gas gegeben hat, tut dem Trainer natürlich in der Seele gut.“
Endspiel kein Thema
Sportdirektor Alexander Rosen betonte nach dem Befreiungsschlag, es habe definitiv „kein ausgerufenes Finalspiel“ für Matarazzo und auch „kein Ultimatum“ gegeben. Nach der Länderspielpause steht das Spiel bei Werder Bremen an.