Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Sonja Zimmermann zuversichtlich vor WM-Halbfinale gegen Argentinien

Co-Kapitänin der „Danas“: Sonja Zimmermann.
Co-Kapitänin der »Danas«: Sonja Zimmermann.

Dass die deutschen Hockeydamen in Spanien um die Medaillen kämpfen, liegt vor allem an der Defensive. Gegen Südafrika und Neuseeland blieb das Team ohne Gegentreffer. Organisiert wird die Abwehr von der Frankenthalerin Sonja Zimmermann. Die 23-Jährige ist heiß auf die Revanche gegen Argentinien.

Deutschland gegen Argentinien – da war doch was. Richtig: Vor einem Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio verlor Deutschland 1:3 gegen „Las Leonas“ (die Löwinnen). Jetzt wollen sich die „Danas“ revanchieren. Sonja Zimmermann ist optimistisch, was vor allem an den Leistungen gegen Südafrika und Neuseeland liegt. Beide Spiele gewann die Mannschaft von Bundestrainer Valentin Altenburg jeweils mit 1:0.

„Wir haben hinten eine richtig gute Festung“, sagt Zimmermann, die sich zusammen mit Nike Lorenz (RW Köln) das Kapitänsamt teilt. Beide Spiele hätten auch deutlicher zugunsten der Deutschen ausgehen können, sagt die Frankenthalerin, die in der nächsten Saison für den HC Bloemendaal in den Niederlanden aufläuft. Gegen Südafrika habe man gefühlt 75 Prozent Ballbesitz gehabt und fast 20 Schüsse aufs gegnerische Tor abgegeben. Gegen Neuseeland sei es in der zweiten Halbzeit etwas enger gewesen. „Aber wer hinten kein Tor fängt, muss vorne auch nur eins schießen“, sagt sie und lacht.

„Griffig in den Zweikämpfen“

Warum es so gut läuft? „Wir sind uns unseres Jobs bewusst und kommunizieren viel, wo wir die Gegner hinhaben wollen“, sagt Zimmermann. Argentinien werde die bislang größte Herausforderung bei dem Turnier. Doch sie sei zuversichtlich, dass die Abwehr auch den „Löwinnen“ standhalte. „Wir verteidigen gut als Team, sind griffig in den Zweikämpfen.“ Argentinien schätzt sie als sehr aggressive Mannschaft ein, die auch gut schauspielern könne, sagt sie und lacht. „Sie wissen, wie sie ihre Pfiffe bekommen.“

Die Reise von Amsterdam nach Terrassa in der Nähe von Barcelona sei sehr angenehm gewesen. „Wir hatten Priority Boarding am Flughafen“, erzählt sie. Über 35 Grad warm soll es am Wochenende in Terrassa werden. Für Sonja Zimmermann kein Problem. „Das ist mir lieber, als wenn es zu kalt ist.“ Ein Geheimnis, wie sie die Hitze aushalte, gebe es nicht. „Viel trinken, genug essen und nicht den ganzen Tag in der Sonne sein.“ Ein kleiner Vorteil: Die „Danas“ spielen am Samstag erst um 21.30 Uhr. Da dürfte die größte Hitze vorbei sein.

„Es sind die richtigen vier Teams im Halbfinale“, sagt die 23-Jährige. Und: „Verstecken müssen wir uns nicht.“ Auch wenn Spanien im Viertelfinale gegen Argentinien ausgeschieden ist, Sonja Zimmermann geht davon aus, dass viele Zuschauer im Stadion sein werden. Immerhin geht’s um den Einzug ins WM-Finale.

x