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Selama Tesfamariam läuft in Kottweiler-Schwanden allen davon [mit Bilderstrecke]
Der Sieger war schon lange im Ziel, als seine Verfolger erschöpft das Rennen beendeten. Leichtfüßig lief der Afrikaner Selama Tesfamariam beim 47. Silvesterstraßenlauf des SV Kottweiler-Schwanden seinen Konkurrenten auf dem zehn Kilometer langen Rundkurs davon.
Am Ende seines eindrucksvollen Sololaufs zeigte die Uhr die Siegerzeit von 31:56,95 Minuten an. Der für den TV Alzey an den Start gegangene Tesfamariam schien in einer anderen Liga zu laufen als seine Konkurrenten. Überraschend war dann aber, dass am Ende sein Vorsprung auf den Zweiten Tom Holzmann (LLG Wonnegau) „nur“ 1:2,34 und auf den Dritten Max Rahm (LC Donnersberg) 1:4,16 Minuten betrug. Während des Rennens hatte man den Eindruck, er würde locker unter der Zeit von 31:31,98 Minuten bleiben, die Tim Könnel (TuS Heltersberg) bei seinem Sieg vor zwei Jahren gelaufen war.
Selama Tesfamariam legt sofort los
Bereits auf den ersten Kilometern distanzierte Tesfamariam seine Rivalen. Als er Kottweiler verlassen und Steinwenden erreicht hatte, lief er schon über 100 Meter vor dem da schon weit auseinandergezogenen Feld. Unbeeindruckt nahm er dann die giftige Steigung kurz vor Ramstein und baute seinen Vorsprung auf dem Weg nach Miesenbach auf über 400 Meter aus. Wäre der Silvesterlauf in einem Leichtathletikstadion über die Bühne gegangen, hätte Tesfamariam nach etwa der Hälfte der Strecke das gesamte Feld der knapp 900 Silvesterläufer überrundet gehabt. Ohne den Atem eines Verfolgers im Nacken gespürt zu haben, lief er unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer über die Ziellinie und ließ sich als Sieger feiern. Recht zufrieden schien er aber mit seinem Debüt beim Silvesterlauf nicht zu sein. „Ich war nicht fit“, sagte der 25 Jahre alte Eritreer, der seit dreieinhalb Jahren in Deutschland lebt. Die Frage, ob er auch im nächsten Jahr beim Silvesterlauf in Kottweiler-Schwanden an den Start gehen wolle, ließ er offen. Interessant wäre es schon, eine fitten Selama Tesfamariam bei der 48. Auflage des Laufs im Zweikampf mit Tim Könnel zu sehen, der am Dienstag wie schon vor einem Jahr nicht mit von der Partie war.
Spannung bei den Frauen
Die Spannung, die dem Wettbewerb der Männer fehlte, bot die Konkurrenz der Frauen. Hier sicherte sich Li Weina (SV Schlau.com Saar 05) in einer Zeit von 39:29,99 Minuten den Sieg. Die 37-jährige, in der chinesischen Hafenstadt Schanghai geborene Läuferin entschied diesmal das Duell mit der Vorjahressiegerin Heike Kohler (Grojos LTF Elversberg) mit einem Vorsprung von 16,56 Sekunden für sich. Vor einem Jahr hatte sie sich noch mit dem zweiten Platz begnügen müssen. Doch diesmal war sie entschlossen, den Spieß umzudrehen. Nach etwa vier Kilometern habe sie die bis dahin vor ihr laufende Konkurrentin überholt und dann bis zum Ziel die Spitzenposition behauptet, erzählte die strahlende Siegerin, die nicht nur, wie sie sich für das Rennen vorgenommen hatte, „unter 40 Minuten“, sondern auch noch eine persönliche Bestzeit über die zehn Kilometer gelaufen war. Keine Rolle im Kampf um den ersten Platz spielte Regina Höhn vom TV Rodenbach. Sie durfte sich am Ende über den dritten Platz freuen.