fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Sebastian Hoeneß hat keine schlaflosen Nächte

Marco John bremst Münchens Benjamin Pavard.
Marco John bremst Münchens Benjamin Pavard.

Hoher Besuch in der Sinsheimer Arena: Am Sonntag (15.30 Uhr) gastiert mit Eintracht Frankfurt die im Moment erfolgreichste Bundesliga-Mannschaft bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Um die Nachtruhe von Sebastian Hoeneß muss man sich keine Sorgen machen. „Ich habe keine schlaflosen Nächte“, erwiderte der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim am Freitag auf die Frage, wer von den Eintracht-Stürmern, Luka Jovic oder André Silva, ihm denn die meisten Sorgen bereitet. Gleichwohl schob er nach: „Es sind Qualitätsspieler.“

Es läuft auf jeden Fall bei der Eintracht. Die Mannschaft holte aus den letzten acht Spielen sechs Siege. Die Mannschaft ist im neuen Jahr noch unbesiegt. Die Rückkehr via Ausleihe von Luka Jovic (zuvor Real Madrid) hat den Klub zusätzlich euphorisiert. Seit sein Kompagnon wieder da ist, dreht auch Filip Kostic auf der linken Seite auf. In Frankfurt ist schon von einer neuen Büffelherde die Rede, ein Angriff also, der auf das sagenhafte Trio Sébastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic folgt.

„Die Eintracht ist eine absolute Spitzenmannschaft. Die Frankfurter waren immer schon dafür bekannt, aggressiv zu spielen, hart, aber fair. In den letzten Wochen ist noch einmal ein extrem fußballerischer Aspekt dazugekommen. Ich sehe immer wieder viele Phasen mit Spielwitz und Kombinationsfreude“, erläuterte Sebastian Hoeneß.

„Immer in der Lage, Chancen zu erspielen“

Die Eintracht hat mittlerweile elf Punkte mehr gesammelt als die TSG 1899 und spielt um einen Champions-League-Platz. Für die Hoffenheimer geht es nach den Problemen durch zahlreiche Coronafälle nach wie vor darum, Stabilität zu bekommen. Die kleine Serie von drei Spielen ohne Niederlage fand am vergangenen Samstag beim FC Bayern sein Ende – durch die 1:4-Niederlage. Hoeneß erwartet von seiner Mannschaft die „Gier“, den Gegner vom Tor wegzuhalten. „Und wir sind immer in der Lage, uns Chancen zu kreieren, das hat auch das Spiel gegen den FC Bayern gezeigt. Wir werden auch gegen Frankfurt in die torgefährlichen Räume kommen“, betonte der Coach. Das zentrale Thema: Effizienz. Mit der ersten Chance ein Tor zu machen, das wäre es. Diese Möglichkeit gab es auch bei den Bayern ...

Womöglich muss der Trainer die Position des Abwehrchefs neu besetzen. Havard Nordtveit, der Kevin Vogt prima vertrat, ist angeschlagen. Ob Chris Richards, am Montag vom FC Bayern bis Sommer ausgeliehen, schon dabei ist, ließ Hoeneß offen.

Gelassen wegen Kramaric

Angesprochen auf das Interview von Andrej Kramaric in einer kroatischen Zeitung hat Sebastian Hoeneß am Freitag ganz gelassen reagiert. Da er sich ständig mit dem Stürmer austauscht, wusste er um dessen Unzufriedenheit mit dessen Leistung und der allgemeinen Situation. Hoeneß findet es legitim, dass sich Kramaric ein Jahr vor dem Auslaufen seines Vertrages Gedanken über die Zukunft macht.

Marco John (18), linker Außenspieler, zuletzt fünfmal in der Anfangsformation, hat seinen Vertrag in Hoffenheim verlängert. Er stammt aus der TSG-Akademie, kam bereits mit elf Jahren vom FC Union Heilbronn, und schaffte im Januar den Sprung ins Team, weil links etliche Stammkräfte passen mussten. „Er ist ein Paradebeispiel für unseren Weg, Talente aus der eigenen Akademie in den Profikader zu integrieren“, unterstrich Sportdirektor Alexander Rosen.

Die Europa-League-Partie am 18. Februar bei Molde FK wird nach Darstellung von Pressesprecher Holger Kliem wegen der verschärften Maßnahmen in der Corona-Krise „dort nicht stattfinden“. Bis Montag soll klar sein, auf welchem Ausweichplatz das Spiel sein wird. Norwegen hat seine Grenzen dicht gemacht.

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