Fussball
Sörloth stillt Leipzigs Sehnsucht
Von Leipzigs schlechtestem Chancenverwerter avancierte er durch sein bislang bestes Spiel im Leipziger Trikot mit einer Vorlage und seinem dritten Treffer für RB – alle ab der 90. Minute – zum Matchwinner und Last-Minute-Experten.
Mit Alexander Sörloths Einwechslung zur zweiten Halbzeit drehte RB nicht nur das Spiel und blieb Bayern München im Titelkampf auf den Fersen. Dass der 20 Millionen Euro teure Neuzugang nach einem guten halben Jahr in Leipzig plötzlich in Schwung kommt und auch der dribbelstarke Flügelstürmer Justin Kluivert aufdreht, könnte Leipzigs Sturmprobleme genau zur rechten Zeit beheben.
Das bislang einzige Manko
Denn die Absenz eines Knipsers im Jahr nach dem Abgang von Timo Werner und die damit einhergehende schlechte Chancenverwertung war bislang das einzige strukturelle Manko des Bayern-Verfolgers in dieser Spielzeit. Sörloth, der lange brauchte, um die Prinzipien von Trainer Julian Nagelsmann zu adaptieren und sich in der Bundesliga einzugewöhnen, könnte Leipzigs Sehnsucht nach einem Torjäger nun stillen.
Signal nach München
Der Treffer des 1,94-Meter-Hünen und der leidenschaftliche RB-Erfolg sendeten denn auch ein entsprechen starkes Signal nach München. Erstmals überhaupt drehten die Leipziger in einem Bundesligaspiel einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Sieg. Der eingewechselte Schwede Emil Forsberg formulierte die neue Qualität verpackt als skandinavische Lebensweisheit: „Wenn du etwas richtig haben willst, dann bekommst du es auch. Und wir wollten das Spiel heute unbedingt drehen.“