FCK
Rote Teufel feiern Spitzenergebnis im Spitzenspiel
Ein rascher Doppelschlag hat den Roten Teufeln einen perfekten Start ins neue Fußballjahr beschert. Auch dank zweier früher Tore im Verfolgerduell der dritten deutschen Fußball-Liga gegen den SV Meppen hat der 1. FC Kaiserslautern in der Tabelle einen weiteren Schritt nach vorn getan. Mit dem 4:0 (2:0)-Heimsieg hat der FCK sich an seinem Gast, jüngst Überraschungsdritter, vorbeigeschoben. „4:0 im Spitzenspiel, daraus können wir ganz, ganz viel Selbstbewusstsein ziehen“, sagte FCK-Trainer Marco Antwerpen.
Innenverteidiger Boris Tomiak, eine der Entdeckungen dieser Saison, brachte den FCK in Führung. Der 23-Jährige vollstreckte nach missglückter Abwehr Markus Ballmerts einen Angriff, den Kenny Prince Redondo und Flankengeber Mike Wunderlich eingeleitet hatten – 1:0 (7.), psychologisch ganz wichtig. Redondo hatte im Meppener Strafraum durch seine schnellen Bewegungen Verwirrung gestiftet.
Und der FCK legte sofort nach. Felix Götze eroberte nahe der Mittellinie den Ball – und schickte das Spielgerät rasch in die Tiefe. Aus spitzem Winkel schloss Hendrick Zuck, für den grippekranken Jean Zimmer einmal mehr Kapitän, den sehenswerten Spielzug ab. Meppens Torhüter Eric Domaschke half bei jenem 2:0 tatkräftig mit. Der Schlussmann war falsch postiert und kam daher nicht mehr hinter den Ball, sah ganz schlecht aus (8.). Später reagierte Domaschke dagegen glänzend. Er vereitelte im Eins-gegen-eins eine gute Redondo-Chance nach sehenswertem Zuspiel Daniel Hansliks über die linke Lauterer Seite (25.).
Der coole Herr Raab
Die erste wirklich gefährliche Szene für den dank einer konzentrierten, disziplinierten Leistung des FCK lange nicht in Fahrt kommenden Tabellendritten besaß Luka Tankulic. Der Kapitän, gerade erst fit geworden und seit Donnerstag wieder im Teamtraining, scheiterte aber mit einem Drehschuss am blendend aufgelegten FCK-Torwart Matheo Raab (32.). Dessen Aktion kurz zuvor (26.) unterstrich das Selbstbewusstsein, das ihn wie die gesamte Lauterer Mannschaft aktuell auszeichnet. Den auf ihn zueilenden Tankulic spielte Raab cool mit einem gewagten, aber lässigen Trick kurz vor seiner Torlinie aus (26.).
Zuck schien sein erster Saisontreffer zu beflügeln. Kurz nach der Pause vollendete er erneut einen Angriff, abermals servierte Götze nach Zuspiel Hansliks. Zuck stand erneut am langen Posten richtig – 3:0 (50.). Meppen fand auch weiterhin kaum Wirkungsvolles gegen geschickte und spielerisch starke Lauterer.
Stehle im Pech
So bediente Hercher den in der Mitte durchgelaufenen Wunderlich, der das 4:0 erzielte (61.). Der eingewechselte Simon Stehle verpasste kurz vor Schluss das 5:0 (83.) gegen deutlich zu passive Meppener. Außer Spesen nichts gewesen für die Emsländer. „Eine verdiente Niederlage“, konstatierte SVM-Trainer Ricco Schmitt. Der FCK indessen ist seit nun sieben Spielen ungeschlagen und vorerst Zweiter. „Hier wächst was zusammen, das sieht man“, sagte Doppeltorschütze Zuck. „Aber wir müssen weitermachen.“
1. FC Kaiserslautern: Raab - Tomiak, Kraus, Winkler - Hercher, Zuck - Ritter (79. Ciftci)- Götze (67. Niehues), Wunderlich (70. Klingenburg) - Redondo - Hanslik (79. Stehle)
SV Meppen: Domaschke - Ballmert (63. Evseev), Puttkammer, Al-Hazaimeh, Bünning - Blacha, Dombrowka - Guder (63. Faßbender), Tankulic (69. Bähre), Hemlein (63. Ametov) - Krüger (46. Sukuta-Pasu)
Tore: 1:0 Tomiak (7.), 2:0 Zuck (8.), 3:0 Zuck (50.), 4:0 Wunderlich (61.) - Gelbe Karten: Tomiak (6), Hengen (Sportchef), Wunderlich (3) - Ballmert (6), Al-Hazaimeh (5), Blacha (6) - Beste Spieler: Zuck, Götze, Tomiak - Blacha - Zuschauer: 500 - Schiedsrichter: Bacher (Amerang-Kirchensur).
