Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwen: Schwalbs Schachzüge zahlen sich aus

Meldete sich in Magdeburg zurück: Löwe Jannik Kohlbacher.
Meldete sich in Magdeburg zurück: Löwe Jannik Kohlbacher.

Die Rhein-Neckar Löwen sind zurück in der Spur. Beim SC Magdeburg sicherte sich die Mannschaft am Mittwochabend in der Handball-Bundesliga einen wichtigen 33:31 (18:15)-Auswärtssieg. Noch wichtiger als die beiden Punkte dürfte aber die Rückkehr von Kreisläufer Jannik Kohlbacher gewesen sein, der sich nach zwei Monaten Pause mit drei Treffern zurückmeldete.

„Mit Jannik haben wir einfach mehr Ruhe im Angriff“, freute sich Löwen-Trainer Martin Schwalb. Er hätte sich auch ein wenig selbst auf die Schulter klopfen können, denn praktisch alle Schachzüge im Spiel gegen die Gastgeber führten auch zum Erfolg. So hatte Schwalb Mait Patrail von Anfang an auf die linke Rückraumposition gestellt, beorderte Spielmacher Andy Schmid auch in die Deckung und machte so von Anfang an Tempo, weil die Löwen mit Kohlbacher und Gislason nur einen Abwehr-Angriff-Wechsel hatten.

Trotzdem taten sich die Gäste anfangs schwer. Die Abwehr bekam keinen Zugriff, Torhüter Niko Katsigiannis sah überhaupt keinen Ball, wurde schon nach 17 Minuten vom jungen David Späth ersetzt. Der führte sich mit zwei Paraden ein und hatte so seinen Anteil daran, dass die Löwen aus einem 10:12 (17.) ein 13:12 (22.) machten. Ein ebenso wichtiger Wechsel wie auch die erste Auszeit der Löwen kurz zuvor, in der Schwalb seiner Mannschaft vor allem mehr Aggressivität in der Deckung eingeimpft hatte. Die Spieler hatten offensichtlich genau zugehört, steigerten sich vor allem in der Abwehr und drehten die Partie bis zur Pause.

Der Trainer hat das richtige Gespür

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Schwalb das richtige Gespür, denn erneut fand er in seiner Auszeit die richtigen Worte, als Magdeburg von 29:25 auf 29:27 (51.) verkürzt hatte, und zum anderen zeigte er auch bei der Torhüterposition das richtige Gespür, setzte eine knappe Viertelstunde vor dem Ende erneut auf Routinier Katsigiannis. Der bedankte sich für das Vertrauen, hielt nicht nur Siebenmeter gegen Ingi Magnusson und Tim Hornke, sondern wurde zu einem Eckpfeiler des wichtigen Auswärtssieges und konnte Selbstvertrauen tanken.

„Ich glaube, dass wir über die 60 Minuten die bessere Mannschaft waren“, resümierte Kapitän Uwe Gensheimer, der mit sieben Treffern einmal mehr erfolgreichster Löwen-Torschütze war. Auch Jannik Kohlbacher war zufrieden: „Ich glaube, wenn es für ein Spiel gegen Magdeburg reicht, kann man davon ausgehen, dass der Ellbogen hält.“

So spielten sie

SC Magdeburg: Thulin, Patzwaldt (25.-30.) - Magnusson (6/3), Bezjak (2), Damgaard (3) - Petterson (3), Musche (4) - Gullerud (4) - Musa (1), Chrapkowski, Steinert, Kristjansson (1), Hornke (2/2), Mertens (2), Preuss (3)

Rhein-Neckar Löwen: Katsigiannis, Späth (17.-47.) - Lagergren (6), Schmid (6), Patrail (4) - Groetzki (2), Gensheimer (7/4) - Kohlbacher (3) - Kirkelökke (1), Lagarde, Tollbring, Abutovic, Ahouansou (3), Baena, Gislason (1), Nilsson (3)

Spielfilm: 8:5 (10.), 12:12 (20.), 15:18 (Hz.), 17:22 (34.), 24:26 (43.), 25:29 (46.), 27:29 (51.), 28:33 (58.), 31:33 (Ende) - Zeitstrafen: 3/3 - Siebenmeter: 7/5 - 5/4 - Beste Spieler: Magnusson, Petterson - Patrail, Kohlbacher - Schiedsrichter: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst).

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