Handball
Rhein-Neckar Löwen nach 35:30 im Pokal-Viertelfinale
Damit ist das Final Four, das am 23. und 24. April zum letzten Mal in Hamburg über die Bühne geht, nur noch einen Sieg entfernt. Im Jahr 2023 geht es mit dem Finalturnier dann in Köln weiter.
Die Löwen drehten nach zerfahrenem Beginn ab Minute 16 auf. Aus einem 9:10-Rückstand wurde eine 16:12-Führung. Türme in der Schlacht: die Oldies Nikolas Katsigiannis und Mait Patrail. Der 38-jährige Keeper hielt 60 Minuten lang fantastisch, der 33-jährige Este fischte im Mittelblock den einen oder anderen Ball weg und leitete die Gegenstöße ein, bewies Torgefahr. „Es fühlt sich gut an. Wir waren eine Spur cooler und haben hervorragend gefightet. Hauptsache, wir haben nun im Viertelfinale ein Heimspiel“, meinte Keeper Katsigiannis. Da Kapitän Uwe Gensheimer früh dreimal hintereinander frei an Primoz Prost scheiterte, nahm der junge Lion Zacharias bis in die Schlussphase seinen Platz ein.
Ein wilder Pokalfight
Es war ein extrem hektisches Spiel mit vielen, vielen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Es war ein wilder Pokalfight. Die Führung wechselte hin und her. Den zwei Teams war anzumerken, dass sie partout ihre Pokalchance nutzen wollten, nach durchwachsenen Leistungen in der Liga. Fatal: Von neun Siebenmetern brachten die Gastgeber nur fünf im Tor unter. Andy Schmid probierte es zuweilen mit der Brechstange, aber er zog seine Mitspieler mit, schoss die beiden letzten Tore. Erst auf der Zielgeraden konnten die Löwen die turbulente Partie entscheiden. Von 29:29 erhöhten die Löwen auf 32:29. Was für eine Energieleistung.
Halil Jaganjac kommt
Für die kommende Saison haben die Löwen Halil Jaganjac unter Vertrag genommen. Der 23-jährige kroatische Nationalspieler kommt für drei Jahre auf Leihbasis vom polnischen Meister KS Lomza Vive Kielce. Bei Kielce hat Halil Jaganjac einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Im Moment spielt er noch bei RK Nexe Nasice. „Halil gehört zu den Top-Talenten auf seiner Position. Er erfüllt unser neues Anforderungsprofil, da er im Angriff wie in der Abwehr einsetzbar ist“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Löwen-Sport-Koordinator Oliver Roggisch meinte: „Halil ist genau der Spieler, den wir gesucht haben. Er passt perfekt ins Profil, seine Athletik ist beeindruckend.“
So spielten sie
Rhein-Neckar Löwen: Katsigiannis - Kirkelökke (4), Schmid (10/2), Nilsson (4) - Groetzki (2/1), Gensheimer (4/2) - Kohlbacher - Gislason, Patrail (2), Zacharias (2), Horzen (3), Knorr (2), Lagergren (1), Ahouansou (1)
TVB Stuttgart: Prost - Müller (2), Hanusz (5), Weiß (5) - Pfattheicher (3), Zieker (7) - Peshevski (2) - Röthlisberger, Augustinussen, Runarsson (1), Lönn (1), Kristjansson (4/2), Schulze
Spielfilm: 3:3 (6.), 5:7 (11.), 8:8 (11.), 14:11 (22.), 17:15 (27.), 21:23 (37.) 18:17 (Halbzeit), 21:23 (37.), 25:25 (41.), 28:27 (47.), 32:29 (56.) - Siebenmeter: 9/5 - 2/2 - Zeitstrafen: 3/1 - Rote Karte: Lönn (54., grobes Foulspiel) Beste Spieler: Katsigiannis, Patrail, Schmid - Prost, Hanusz, Zieker - Zuschauer: 750 - Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg).