Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwen: Erst ein schlechter Start und dann kein gutes Ende

Lukas NIlsson nimmt Maß.
Lukas NIlsson nimmt Maß.

Das war zu wenig. Die Rhein-Neckar Löwen verloren gestern Nachmittag das Bundesliga-Spiel bei Frisch Auf Göppingen mit 32:34 (17:19). Vor allem in der ersten Halbzeit enttäuschte der Favorit.

Da lag einiges im Argen. 19 Gegentore vor der Pause sprechen eine deutliche Sprache. Die Abwehr war unbeweglich, die Lücken zwischen den Spielern waren viel zu groß. Das Zweikampfverhalten war enttäuschend.

Schwalb tobt

Trainer Martin Schwalb tobte in der ersten Auszeit. Die Löwen liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. „Wir haben nicht in die Partie gefunden. Die Aggressivität, die Göppingen ausstrahlte, hatten wir nicht“, analysierte der Coach. Und in der zweiten Halbzeit fanden die Göppinger immer wieder ihren Kreisläufer Kresimir Kozima. Ihn konnten die Löwen nicht halten, obwohl zeitweise mit Ilija Abutovic, Jesper Nielsen und Ymir Gislason drei Abwehrspezialisten auf dem Feld standen. Schwedens WM-Ass Andreas Palicka zählte noch zu den besseren Löwen-Spielern. „Wir waren schlechter als Göppingen. Wir hatten viel zu wenig Intensität in den Eins-zu-Eins-Situationen, wir haben uns zu wenig geholfen, wir haben zu viel aus dem Stand mit dem Ball gemacht“, erläuterte Uwe Gensheimer, mit zehn Toren der erfolgreichste Werfer.

Schiller macht alles klar

Trotz allem hatten die Gäste am Ende die Chance auf einen Punkt. Beim 30:30 fünf Minuten vor dem Abpfiff waren die Löwen dran. Uwe Gensheimer vergab eine freie Chance beim Stand von 30:32, Göppingen zog auf 33:30 davon. Marcel Schiller, der überragende Linksaußen von Frisch Auf, machte mit dem 34:32 alles klar. Schiller kam auf neun Treffer.

„Wir wollten einfache Tore erzielen, damit wir uns nicht aufreiben müssen, das ist uns gelungen“, sagte Deutschlands große Handball-Hoffnung Sebastian Heymann. Der Halblinke verzichtete auf die Weltmeisterschaft in Ägypten und hat die Zeit genutzt, um nach seiner Kreuzbandverletzung weiter in Form zu kommen. Er hat die Zeit gut genutzt ...

Schnell geht es weiter

Der Restart in die Bundesliga ist also misslungen. Die Löwen haben nun bereits neun Minuspunkte auf dem Konto. Weiter geht es schon am Dienstag (20.45 Uhr) in der European League mit dem Heimspiel gegen Grundfos Tatabanya, am Donnerstag (17 Uhr) gastiert RK Trimo Trebnje in der SAP-Arena.

So spielten sie

Frisch Auf Göppingen: Rebmann, Kastelic - Zelenovic (4), Kneule (3), Heymann (7) - Goller (2), Schiller (9/3) - Kozima (4) - Bagersted (3), Bozic-Pavletic (1), Ellebaek (1)

Rhein-Neckar Löwen: Palicka, Späth (bei einem Siebenmeter) - Lagergren (5), Schmid (4), Nilsson (1) - Groetzki (2), Gensheimer (10/5) - Kohlbacher (4) - Patrail (1), Gislason (1), Kirkelökke (3), Nielsen, Abutovic, Ahouansou (1)

Spielfilm: 4:2 (5.), 7:6 (11.), 10:8 (15.)12:9 (18.), 14:11 (23.), 19:15 (28.), 21:18 (35.), 21:21 (42.), 27:25 (48.), 29:29 (53.), 33:30 (59.) - Siebenmeter: 3/3 - 6/5 - Zeitstrafen: 6/4 - Beste Spieler: Kozina, Schiller, Heymann - Palicka, Gensheimer - Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweiher)

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