HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Rhein-Neckar Löwen enttäuschen – stehen aber in der Gruppenphase

Tat sich noch schwer: Rafael Baena bei seinem Comeback.
Tat sich noch schwer: Rafael Baena bei seinem Comeback.

Die Rhein-Neckar Löwen haben den Einzug in die Gruppenphase der European League geschafft: Nach dem 28:22 im Hinspiel bei TTH Holstebro unterlag der Handball-Bundesligist am Dienstagabend mit 26:27 (9:13) und enttäuschte.

Es war ein Geisterspiel, das Publikum blieb außen vor, weil die SAP-Arena die jüngste Verordnung mit einer Auslastung von 20 Prozent an Zuschauern nicht umsetzen konnte. Es herrschte eine ziemlich gespenstische Atmosphäre in der großen Halle. Einige Spieler winkten bei ihrer Vorstellung, so, als wären Fans auf den Rängen. Die Torschützen wurden später trotzdem angesagt. Während der Auszeit gab es Musik, so wie immer. Sechs Journalisten waren um 18.15 Uhr am Arena-Eingang A. Sie gaben einen unterschriebenen Infobogen ab und wurden dann von einer Löwen-Mitarbeiterin auf ihre Plätze geführt. Diese sind nicht mehr direkt am Spielfeldrand, sondern unterm Hallendach. Gespräche mit Spielern sind derzeit auch im Handball nicht möglich, Reaktionen kommen per Whatsapp.

Uwe Gensheimer pausiert

Die Journalisten sahen eine Löwen-Mannschaft, die sich sehr schwer tat. Uwe Gensheimer pausierte wegen einer leichten Erkältung. Torhüter Andreas Palicka war bester Spieler der Gastgeber. Nach 23 Minuten lagen die Löwen fünf Tore zurück, damit waren die Dänen wieder im Rennen und hatten die Hinspielniederlage fast egalisiert. Rückkehrer Rafael Baena traf einmal, er hat noch Nachholbedarf. Die Löwen vergaben viele, viele Chancen, Andy Schmid und Jerry Tollbring (2) nutzten drei Siebenmeter nicht, Patrick Groetzki musste ran.

Mitte der zweiten Halbzeit war klar, dass die Löwen nicht richtig in Schwierigkeiten kommen würden. Das Angriffsspiel war jetzt einen Tick agiler. Zum Sieg reichte es nicht mehr. „Jetzt haben wir so ein Spiel mal erlebt, jetzt wissen wir, wie es sich anfühlt. Wir haben das ganze Spiel Kleinigkeiten falsch gemacht“, kommentierte Andy Schmid den durchwachsenen Auftritt. Arena-Geschäftsführer Daniel Hopp will genau abwägen.

Komplizierte Zuschauerfrage

Die gemäß der Corona-Verordnung aktuell erlaubte 20-Prozent-Auslastung der Hallenkapazität sei „aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sogar noch schlechter als Geisterspiele“, sagte Hopp. Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann ließ am Montag beim RHEINPFALZ-Redaktionsbesuch anklingen, dass es am Ende auch nur 15 oder 18 Prozent sein könnten. Kompliziert, das alles.

So spielten sie

Rhein-Neckar Löwen: Palicka (1), Späth - Kirkelökke (1), Schmid (2), Nilsson (1) - Groetzki (4/3), Tollbring (2/1) - Baena (1) - Gislason (1), Abutovic, Lagarde (7), Lagergren (3), Petersson (3), Patrail

Spielfilm: 4:5 (12.), 6:10 (22.), 8:13 (28.), 12:16 (37.), 17:19 (45.), 21:21 (51.) - Beste Spieler: Palicka, Lagarde, Lagergren - Frandsen, Bay, Meklenborg - Schiedsrichter: Tzaferopoulos/Bethmann (Griechenland).

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