Pferdesport RHEINPFALZ Plus Artikel Renntag-Jubiläum in Zweibrücken mit Rekordpreisgeld

Vor 200 Jahren, am 12. Oktober 1821, wurde erstmals ein Pferderennen in Zweibrücken erwähnt. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1
Vor 200 Jahren, am 12. Oktober 1821, wurde erstmals ein Pferderennen in Zweibrücken erwähnt. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1899, als das Rennen zum ersten Mal auf der Rennwiese ausgetragen wurde.

Was haben das Münchner Oktoberfest und das Zweibrücker Pferderennen gemeinsam? Beide wurden erstmals zu Ehren des ersten bayerischen Königs Maximilian I. Joseph veranstaltet. Und zwar an dessen Namenstag, dem 12. Oktober. In München war es der des Jahres 1810, in Zweibrücken war es der des Jahres 1821, an dem das erste in der Presse erwähnte Pferderennen stattfand. Das wird beim Jubiläumsrenntag heute, Samstag, gefeiert.

In den Anfangsjahren liefen die Rennen unter der Regie des 1755 gegründeten Landgestüts Zweibrücken. Das wurde von Herzog Christian ins Leben gerufen, der Onkel des späteren Bayernkönigs. Maximilian I. Joseph war, bevor er König von Bayern wurde, der letzte Herzog von Pfalz-Zweibrücken. Im Garten des herzoglichen Schlosses, dem heutigen Oberlandesgericht, wurden die Rennen ausgetragen. An den Start gingen Pferde aus Zweibrücker Zucht und Rasse. Vollblüter messen sich erst seit 1872. Die ersten Vollblüter starteten in Deutschland 1822 in Bad Doberan.

Bauernrennen mit Gebrauchspferden sowie Trabreiten, Jagd- und Hindernisrennen von Offizieren bestimmten die Anfangsjahre. Die Pferdegangart Trab ist auch beim Jubiläumsrenntag des Pfälzischen Rennvereins Zweibrücken, der selbst erst 1898 gegründet worden war, vertreten. Denn ein Trabfahren eröffnet um 14.15 Uhr das Rennprogramm mit insgesamt neun Starts.

15.000 Euro Topbörse

73 Pferde wurden für den Renntag gemeldet. Höhepunkt ist ein Ausgleich-III-Galopprennen über 1800 Meter, in dem es um 17.15 Uhr um eine Börse von 15.000 Euro geht. Mehr Preisgeld gab es auf der Zweibrücker Bahn noch nie. Zwar waren in den 1920er Jahren einmal 200.000 Mark ausgelobt, das war aber zur Zeit der Hyperinflation. Das Feld ist mit zehn Startern fast ausgebucht. Der Favorit – und da schließt sich der Kreis zum historischen Beginn – reist aus München an und heißt Saphira Dream. Die größten Konkurrenten der vierjährigen Stute kommen aus Mannheim und Düsseldorf und heißen Sindra (Trainer Marco Klein) und The Donald (Sascha Smrzcek).

Asse im Rahmenprogramm

Die Blicke der Experten werden sich aber auf ein Rennen im Rahmenprogramm richten. Dort startet mit Anatello ein weiterer Vierbeiner aus dem Münchener Figge-Stall. Der Vierjährige lief 2020 im Deutschen Derby, dem bedeutendsten Rennen Deutschlands, aber dort nicht weit vorne. In Zweibrücken trifft er auf High Alpha, der ein Heimspiel hat und von Christian Peterschmit (Bottenbach) trainiert wird. Ganz zu Beginn der Karriere startete der Siebenjährige in Gruppe und Listenrennen. Ein offenes Duell, das Wetter und Zuschauer elektrisieren wird.

Rennvorhersagen

1. Rennen (Trab): 1. Django, 2. Windhund, 3. Ikarios.

2. Rennen (Galopp): 1. Silver Magic, 2. Kiss from Greta, 3. Duke of Yorkie.

3. Rennen (Galopp): 1. Saguaro, 2. Sussex Solo, 3. Achat.

4. Rennen (Trab): 1. Khalid, 2. Fiobano, 3. Crazy Look.

5. Rennen (Galopp): 1. Anatello, 2. High Alpha, 3. Eight and Bob.

6. Rennen (Galopp): 1. Night Gipsy, 2. Noble Fighter, 3. Asifa.

7. Rennen (Galopp): 1. Saphira Dream, 2. Sindra, 3. The Donald.

8. Rennen (Galopp): 1. Alaris, 2. Jean Valjean, 3. Dyllan.

9. Rennen (Galopp): 1. Diamond Gold, 2. Zenith, 3. Baker Street.

x