FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Rainer Keßler: „Mit diesem Team weitermachen“

Tritt bei der diesmal digitalen Jahreshauptversammlung wieder an: FCK-Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Keßler.
Tritt bei der diesmal digitalen Jahreshauptversammlung wieder an: FCK-Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Keßler.

Rainer Keßler, der Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, will am 26. Februar bei der Jahreshauptversammlung des Vereins wieder kandidieren. Der 59-Jährige hätte nichts dagegen, wenn alle seine Ratskollegen erneut antreten und gewählt würden. Er sieht zwei Großbaustellen.

„Wir haben einiges erreicht, aber wir sind noch nicht am Ende unseres Weges“, sagt Rainer Keßler, der Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Es wird auch und gerade unter den FCK-Fans viel diskutiert: Die Profifußball-Kapitalgesellschaft ist nach dem vom Amtsgericht aufgehobenen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung schuldenfrei; der eingetragene Verein indes hat noch millionenschwere Verbindlichkeiten.

Sportlich steht der FCK historisch schlecht da

Und: Sportlich steht der FCK historisch schlecht da, ganz tief im Drittliga-Keller. „Einige sagen, wir haben viel erreicht; andere sagen, wir haben wenig erreicht, es ist eine Frage der Perspektive des Betrachters“, sagt Keßler, Diplom-Betriebswirt (BA) und Versicherungsunternehmer.

Da ist auf der einen Seite der Abbau von 24 Millionen Euro Schulden bei der Kapitalgesellschaft mittels der Insolvenz, zu einem Teil zu Lasten auch des Vereins. Auf der anderen Seite sei die finanzielle Lage des e. V. ebenso existenzbedrohend wie die aktuelle sportliche Situation, verdeutlicht Keßler. Von den am 12. Dezember verkündeten 6,8 Millionen Euro Vereinsschulden sind nach zwischenzeitlichen Tilgungen jetzt noch mehr als fünf Millionen Euro zurückzuzahlen.

Siebenstelliger Betrag bis Ende Januar fällig

Ein siebenstelliger Betrag davon ist bis Ende Januar fällig. Wie das für den FCK in den nächsten Tagen zu bewerkstelligen sein könnte, darüber „sind wir in Gesprächen“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende, zugleich stellvertretender Beiratsvorsitzender der FCK Management GmbH.

Auch für den Rest der über fünf Millionen Euro Schulden gebe es einen Zahlungsplan – die nächsten Monate betreffend bis hin zur Fälligkeit der Betze-Anleihe II im August 2022.

„Wir haben eine entschuldete Tochtergesellschaft, einen verschuldeten e. V. als Konzernmutter, und wir sind nach aktuellem Stand ernsthaft vom Abstieg bedroht“, unterstreicht der 59-Jährige. „Wer dem FCK in der jetzigen Situation Geld gibt, der braucht Verlässlichkeit.“ Daher habe man sich entschieden, die Jahreshauptversammlung des Vereins, unter anderem mit Aufsichtsratswahlen, am 26. Februar (ab 18 Uhr) abzuhalten – wegen der Pandemie-Lage online – und nicht abzuwarten, bis eventuell viel später wieder eine Präsenzrunde möglich sei.

Keßler und Weimer treten wieder an

Keßler und Martin Weimer stellen sich zur Wiederwahl. Das sind zwei der drei im Rat Verbliebenen aus dem zur Nachwahl 2019 angetretenen Team. Der dritte, Sprecher Markus Merk, hat es für sich noch offen gelassen. Und die in die Gremien nachgerückten Fritz Fuchs und Christian Bettinger seien „ein Gewinn“, sagt Keßler, dem an „Kontinuität und Verlässlichkeit“ gelegen ist. Er möchte mit seinem „Team weitermachen“.

Den avisierten neuen sportlichen Kompetenzträger auch für die Saisonplanung 2021/22 will der FCK, so Keßler, möglichst bis März präsentieren.

Einigung des FCK mit Ehrmann?

Im Rechtsstreit zwischen dem Klub und seinem langjährigen Torwarttrainer Gerry Ehrmann (61) könnte es vor dem für 26. Januar angesetzten Arbeitsgerichts-Termin doch noch zu einer Einigung kommen. Beide Parteien betonen, eine solche anzustreben und arbeiten daran. Das unterstreicht auch Keßler erneut. Ehrmann hat gegen seine am 6. März 2020 erfolgte fristlose Kündigung geklagt.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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