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Radsport: Drei Bahnrennen mit Topbesetzung in der Kurpfalz
Radsport: In Miriam Welte, Maximilian Levy und Mark Cavendish starten bei den drei Bahnrennen in dieser Woche in der Kurpfalz drei Olympiamedaillengewinner. Das Augenmerk dürfte aber vor allem auf den beiden Medaillengewinnerinnen bei der Junioren-WM, Alessa-Catriona Pröpster und Katharina Albers, liegen. Sie sind Lokalmatadorinnen in Ludwigshafen und Dudenhofen.
Ehre, wem Ehre gebührt: Garantiert haben der RSC Ludwigshafen und der RV Dudenhofen Blumen, vor allem aber die Zuschauer Beifall für die beiden 18-Jährigen des Bahnteams Rheinland-Pfalz parat. Zweimal Gold, zweimal Silber – Alessa-Catriona Pröpster, die Sprintqueen von Frankfurt/Oder, berauschte mit ihren beherzten Auftritten und schenkte ihrem Trainer Frank Ziegler den 20. WM-Titel in seiner erfolgreichen Laufbahn. Der Otterbacher traut ihr zu, dass sie sich ab dem kommenden Jahr gleich in der Elite etablieren kann.
Ziegler: „Sie ist bei der Junioren-WM mit der Drucksituation hervorragend umgegangen. Sie ist eine super-strukturierte Sportlerin und hat eine sehr gute Athletik.“ Katharina „Kiki“ Albers ist noch nicht so lange in seiner Trainingsgruppe, die 18-jährige begeisterte ihn aber: „Hut ab vor ihren Leistungen. Sie ist auf einem sehr guten Weg.“
Die beiden werden am Donnerstag in Ludwigshafen-Friesenheim (Beginn: 17 Uhr) und am Freitag in Dudenhofen (Beginn: 18.45 Uhr) auf ihre Trainingskollegin Miriam Welte, die 32 Jahre alte Olympiasiegerin vom 1. FC Kaiserslautern, treffen – mal im Zeitfahren in Friesenheim, mal im Sprint in Dudenhofen.
Friesenheim, Dudenhofen, Mannheim
„Die Silbernen Eulen“ fliegen wieder oder besser: Sie sorgen seit vier Jahren wieder für Furore auf der 333,3 Meter langen Betonpiste in Friesenheim. Was waren das für Zeiten, als sie in den 60er und 70er Jahren so hoch im Kurs standen. Ein Zweier-Mannschafts-Rennen, das heute Madison heißt, in dem Deutschland in Theo Reinhardt und Roger Kluge die Weltmeister stellt.
Und in der Dudenhofener „Badewanne“ gab es vor drei Jahren einen Wechsel, als aus dem Sprint-Grand-Prix der Grand Prix für die Ausdauerspezialisten wurde, worüber der RV 08 nicht unglücklich ist. Bei diesem 25. Grand Prix wird ein Omnium gefahren, in Friesenheim ein Punktefahren, jeweils mit Supersprinter Mark Cavendish, der Omnium-Silber in Rio de Janeiro holte und von der Isle of Man stammt, und dem niederländischen Punktefahren-Weltmeister Jan-Willem van Schip. Im Keirin wird man Maximilian Levy sehen, vor zehn Jahren schon Weltmeister in dieser Disziplin.
„Jede Bahn hat ihr Publikum“
„Ich glaube nicht, dass sich die drei Veranstalter Zuschauer wegnehmen. Jede Bahn hat ihr Publikum. Wir erwarten auch keine 5000 Zuschauer, aber wir spürten zuletzt sehr, dass das Interesse wieder größer wurde“, sagt Andreas Gensheimer, der als Sportlicher Leiter die Startfelder zusammenstellte. Er profitierte in seiner Arbeit davon, dass die meisten Fahrer kommen, um sich Punkte zu holen, die sie als Zugangsberechtigung für die Weltcups brauchen. Deshalb liegen die drei Renntage auch so dicht beisammen.
Es gibt ein paar Unterschiede im Programm. So treffen in Dudenhofen sechs Steher hinter ihren knatternden Motoren aufeinander, weil Dieter Landry, nach wie vor noch der „Bahnchef“, immer wieder hört, wie gerne die Fans in Dudenhofen dieses Steher-Rennen mögen.
In Friesenheim steht freilich das „Eulen“-Rennen im Mittelpunkt – mit den Favoritenpaaren Maximilian Beyer/Leon Rhode, Mark Cavendish/Ethan Vernon und Claudio Imhof/Tristan Marguet. Und in Mannheim beim 2. Gebrüder-Altig-Grand-Prix wird am Samstag ab 12 Uhr die deutsche Meisterschaft hinter Derny-Motoren entschieden.