Radsport
Offenbach: Im Schlussspurt ist Asel nicht zu schlagen
Auf der zweitletzten Geraden des Rennens lag Joshua Asel vom Roschbacher Team Möbel Ehrmann noch auf Rang drei. Hinter Tobias Nolde und Dominik Röber vom Profi-Radteam P&S Benotti. Im Massensprint fuhr er danach in der letzten Kurve an Röber und auf der Zielgeraden an Nolde vorbei und holte sich den Sieg. Die Freude beim Fahrer vom RV Kerzenheim und seinem Team war groß. „Ich habe gewusst, wenn es zum Sprint kommt, kann ich ganz vorne dabei sein. Wir haben das Feld konsequent zusammengehalten und meine Jungs haben sich zerlegt, dass ich am Schluss vorne bin. Besser kann es nicht laufen“, resümierte der Sieger.
Asel einfach zu schnell
Nolde, der Zweiter wurde, ärgerte sich zwar ein wenig, dass er nicht optimal aus der letzten Kurve rauskam, gab aber zu, dass Asel im Schlusssprint zu schnell war und verdient gewann. „Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mit einer technischen Zielankunft, das ist immer cool“, sagte er. Dahinter schlich sich Philip Straßer vom Team Bellheimer Silberpils auf Rang drei, nachdem er sich „das ganze Rennen für den Massensprint ausgeruht“ hatte. Das sei auch der Plan des fünfköpfigen Teams gewesen.
Das Feld bleibt lange zusammen
Vor dem Schlusssprint bot sich den Zuschauern an der Start- und Ziellinie Runde für Runde das gleiche Bild. Das Feld blieb zusammen und die vordersten Fahrer sprinteten an der Ziellinie der 7,4 Kilometer langen Runde um die Prämien für die jeweils ersten drei Fahrer. Auffällig war dabei, dass fast in jeder Sprintwertung Nolde oder Röber vorne dabei waren. Entsprechend gut konnten sie sich dann auch für den Schlusssprint positionieren. Aber auch Asels und Straßers Teamkollegen und andere größere Teams wie Storck – Metropol Cycling und Team Embrace The World platzierten ihre Fahrer an der Spitze des Feldes und konnten etwaige Attacken von anderen Teams zufahren. Als sich zu Beginn der letzten Runde Max Streller (Equipe Stuttgart-Vaihingen) und Marc Clauss (Storck) auf machten und einen Fünf-Sekunden-Vorsprung herausfuhren, nahm vor allem Fabian Genuit seine Beine in die Hand und fuhr das Loch für seinen Teamkollegen zu.
Gegen Ende mussten einige der 98 Starter, die viel Kraft gelassen hatten, das Rennen beenden oder abreißen lassen. Nach einem durchgängig trockenen Rennen setzte fast mit der Zieleinfahrt ein starker Regenschauer ein, was die auf dem Podium platzierten Fahrer nicht davon abhielt, vor dem Siegerpodest zu feiern.