Fußball
Oberliga: Wieso der Start für Arminia Ludwigshafen schwierig ist
Trotz vieler Jahre in der Fußball-Oberliga dürfte die neue Saison nicht so einfach werden, denn Arminia Ludwigshafen hat den Kader deutlich verjüngt. Neun Spieler sind gegangenen, von denen sieben älter als 27 sind. Von den neun Zugängen sind vier Akteure 20 und jünger. Acht der 23 Spieler im Kader haben ihren 23. Geburtstag noch nicht gefeiert. „Die Jungen bringen neuen Schwung und frisches Blut ins Team. Wir müssen sie aber erst an den Oberligafußball heranführen“, sagt der 37 Jahre alte Trainer Andreas Brill, der jede Position mindestens doppelt besetzen kann. Auf junge, talentierte Kicker aus der Region zu setzen ist einer der Eckpunkte in der Ausrichtung des Vereins.
Der große Kader führt dazu, dass es auf einigen Positionen einen harten Konkurrenzkampf geben wird. „Auch wenn immer mal wieder der eine oder andere verletzt oder angeschlagen ist, werde ich mitunter die Qual der Wahl haben“, verdeutlicht Brill. Ursprünglich plante der FCA mit 24 Akteuren, doch Jonas Schäfer bat um die Freigabe. Der erst vor einem Jahr aus Freinsheim gekommen Flügelstürmer bestritt in der vergangenen Runde 20 von 32 möglichen Begegnungen, stand aber nur viermal in der Startformation und nie über 90 Minuten auf dem Feld. Schäfers Wunsch nach mehr Spielzeit ist zwar verständlich, doch ebenso klar ist, dass der Trainer keinem Spieler Einsätze garantieren kann.
Viele englische Wochen stören nicht
Was für die Arminia spricht: Von den sieben Testspielen wurde in der regulären Spielzeit keines verloren, lediglich gegen Wormatia Worms gab es auf einem Turnier eine Niederlage im Elfmeterschießen. „Trotzdem gibt es noch in allen Bereichen Luft nach oben“, sagt Brill, den weiterhin der spielende Co-Trainer Matteo Monetta unterstützt. Der Deutsch-Italiener ist zwar bereits 39 Jahre alt, aber immer noch sehr torgefährlich, was elf Treffer in der vergangenen Runde belegen. Damit war Monetta der erfolgreichste Schütze der Ludwigshafener.
Allerdings müssen die Schwarz-Weißen ein Jahr lang die heimische Bezirkssportanlage Rheingönheim verlassen, weil dort ein Umbau vorgenommen und Kunstrasen auf Haupt- und Nebenplatz verlegt wird. Stattdessen bestreiten die Arminen ihre Heimspiele im Südwest-Stadion. Dort haben sie in der Vergangenheit viele Partien ausgetragen, die unter der Woche stattfanden, weil das Stadion im Gegensatz zur Bezirkssportanlage über Flutlicht verfügt.
Der Saisonauftakt am Samstag könnte nicht schwieriger sein. Die Arminia startet bei Regionalliga-Absteiger Eintracht Trier, der von Fachleuten als Topfavorit gesehen wird. Der Coach hat Trier beobachten lassen und weiß, dass die Eintracht enorme Qualität hat. Dass dies das erste von 38 Punktspielen ist, die etliche englische Wochen erforderlich machen, stört Brill nicht. „Eine eingleisige, noch dazu sehr attraktive Liga. Das ist es doch, was alle wollen. Auch wenn es 20 Mannschaften sind und die Belastung hoch ist, freuen wir uns auf die Saison“, sagt der Übungsleiter.