Sport nils stellt vor: Russische WM-Stadien (2) Heute: Rostow am Don

Die Rostow Arena, gestern Abend Schauplatz der Partie Brasilien gegen Schweiz, liegt am südlichen Ufer des Don. Auf einem zuvor unerschlossenen Areal gegenüber der Stadt wurde das Stadion auf 11.044 Pfählen errichtet, die in den Boden gerammt wurden. 45.000 Zuschauer finden dort Platz. Nach der WM soll die Arena auf 38.000 Zuschauer verkleinert werden. Rostow, 1100 Kilometer südlich von Moskau gelegen, bildet das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Südrusslands. Die Stadt sonnt sich gerne mit dem Titel Tor zum Kaukasus. Mit 1.115.000 Einwohnern ist Rostow die zehntgrößte Stadt des Landes. Nach dem Zweiten Weltkrieg erholte sich Rostow relativ schnell von den Zerstörungen. Am 5. Mai 2008 erhielt die Stadt vom Präsidenten der Russischen Föderation den Ehrentitel „Stadt des militärischen Ruhms“. Wichtigste Industriezweige Rostows sind die holzverarbeitende Industrie sowie die funkelektronische, elektrotechnische und chemische Produktion. In Rostow ist der größte osteuropäische Hersteller von landwirtschaftlichen Maschinen daheim. Rund um die Millionenstadt werden wegen der fruchtbaren Schwarzböden landwirtschaftliche Produkte angebaut, insbesondere Getreide. Der Steinkohleabbau läuft.