Galopp
Murzabayevs triumphale Rückkehr in Iffezheim
In einem zügig gelaufenen Rennen verwies er mit dem von Trainer Andreas Wöhler in Gütersloh vorbereiteten Fuchs den gleichaltrigen Best of Lips (Jockey: Augustin Madamet) auf den zweiten Rang.
Ein perfektes Rennen
Murzabayev hatte im Winter den Kölner Asterblüte-Stall von Peter Schiergen verlassen und ein Angebot des französischen Startrainers André Fabre als Stalljockey angenommen. „Wir hatten ein perfektes Rennen, es hat alles toll geklappt“, sagte Murzabayev nach dem Rennen der Europa-Gruppe II. Derbysieger Sammarco und der favorisierte Assistent enttäuschten ihren großen Anhang und hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.
Ein neuer Superstar?
Einen neuen vierbeinigen Superstar könnten die 9.000 Zuschauer bereits am Samstag gesehen haben. Der dreijährige Hengst Fantastic Moon gewann mit der mit 55.000 Euro dotierten Japan Racing Associatian Trophy über 2000 Meter eine der wichtigsten Vorprüfungen für das Deutsche Derby am ersten Julisonntag in Hamburg-Horn. Die Überlegenheit, mit der Jockey René Piechulek den von Sean Byrne gesteuerten Vintage Moon aus dem Mülheimer Quartier von Marcel Weiß auf den zweiten Platz verwies, hinterließ mächtig Eindruck. Viereinhalb Längen Vorsprung betrug der Vorsprung am Zielpfosten für den Sea-The-Moon-Sohn der Münchener Trainerin Sarah Steinberg.
Fantastic Moon, der im vergangenen Oktober in Köln den Preis des Winterfavoriten für sich entscheiden konnte, steht im Besitz der von Sportmanager Lars-Wilhelm Baumgarten ins Leben gerufenen Besitzergemeinschaft Liberty Racing. „Der Boden hat heute gepasst. Er kam früh nach vorne, hat sich gut gelöst und wird nun ohne weiteren Start direkt ins Derby gehen“, verriet Baumgarten die weitere Route seines Cracks. Mit einem überschaubaren Lot avancierte Steinberg in den letzten Jahren zu einer der erfolgreichsten Berufstrainerinnen Europas. Der Sensationssieg von Torquator Tasso 2021 im Prix de l'Arc de Triomphe öffnete ihr viele Türen. Die großen Quartiere des Westens bereiten bis zu 100 Vollblüter auf die Rennen vor, doch die Lebensgefährtin von Jockey Piechulek betreut nur ein überschaubares Lot von rund 20 Pferden auf der Riemer Rennbahn. Sie begründet: „Dadurch habe ich einfach mehr Zeit für jeden Schützling und kann individueller auf seine Eigenschaften eingehen.“ Das Tierwohl steht bei der früheren Westernreiterin an oberster Stelle. Die 35-Jährige verzichtet lieber mal auf einen Start, wenn ein Pferd nicht einhundertprozentig fit ist.
Marie Gast in Topform
Eine pfälzische Amazone in Topform drückte dem Rahmenprogramm ihren Stempel auf. Marie Gast aus Münchweiler gewann mit der vierjährigen Stute Aguna aus dem Münchener Stall von Michael Figge als große Außenseiterin den von Zastrow Amateur Cup über die Mitteldistanz von 1800 Meter.