Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Malaika Mihambo startet locker in eine anstrengende Saison

Malaika Mihambo in ihrem 60-Meter-Vorlauf beim Indoor Meeting Karlsruhe.
Malaika Mihambo in ihrem 60-Meter-Vorlauf beim Indoor Meeting Karlsruhe.

Den 60-Meter-Endlauf verpasst, Zeit „in Ordnung“ – ihr Abschneiden beim Indoor Meeting Karlsruhe war für die Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo kein Grund zum Hadern. Deutschlands Sportlerin des Jahres fokussiert sich in diesem Jahr auf zwei große Ziele.

„Ich muss sagen, gerade im Sprint sind meine Ansprüche nicht ganz so hoch. Da bin ich auch zufrieden, wenn ich wie heute einen Start gemacht habe, da freue ich mich schon drüber. Die Zeit ist solide. Natürlich ist noch ein bisschen mehr drin, aber ich bin meinen ersten Wettkampf in diesem Jahr sehr locker angegangen und sagte mir, ich schaue einfach mal, was ich aufs Parkett bringe“, sagte die 27 Jahre alte gebürtige Heidelbergerin.

Ihre 60-Meter-Bestzeit beträgt 6,22 Sekunden, das liegt sogar unter der Hallen-WM-Norm. Aber die interessiert Mihambo, die beim Indoor Meeting in 7,48 Sekunden Fünfte ihres Vorlaufs war, in diesem Jahr nicht. „Die Halle wird kein Schwerpunkt sein in diesem Jahr. Die Saison wird lange und hart genug. Es wird mental ein anstrengendes Jahr, da möchte ich perfekt dastehen. Dafür wird in der Halle der Ball flach gehalten, um sich dann draußen aufs Wesentliche zu konzentrieren“, sagte sie. Das Wesentliche sind in diesem Jahr die Weltmeisterschaften vom 15. vom 24. Juli in Eugene im US-Bundesstaat Oregon und die Europameisterschaften vom 15. bis 21. August in München. Bei beiden Wettkämpfen geht sie als Titelverteidigerin an den Start.

Maximale Geschwindigkeit ansteuern

„Heute ging es für mich in letzter Konsequenz darum, die maximale Geschwindigkeit anzusteuern“, sagte die für den TSV Oftersheim in der LG Kurpfalz startende Mihambo. Mit ihrem Start war sie zufrieden, danach sei ihr der Lauf aber „ein bisschen entglitten“, räumte sie ein. „Das war schade, denn für mich als Weitspringerin ist der Start natürlich nicht ganz so wichtig ist wie das freifliegende Laufen“, betonte sie. Darin wird sie sich am 1. Februar beim Erfurter Hallenmeeting erneut versuchen. „Eine bessere Zeit wäre dann natürlich schön, aber für mich geht es eben eher darum, die größtmögliche Geschwindigkeit anzusteuern“, sagte sie.

Auf ihrem Terminplan stehen am 4. Februar auch das Istaf Indoor in Berlin, wo sie erneut die 60 Meter in Angriff nimmt, und 16 Tage später das Istaf Indoor in Düsseldorf, wo sie im Weitsprung antritt. Die Hallensaison ist für Mihambo nach ihrem Start im Weitsprung bei den deutschen Hallenmeisterschaften am 26. und 27. Februar in Leipzig beendet.

Freude über Zuschauer

Dass der Wettkampf vor 1000 Zuschauern stattfinden konnte, hat sie sichtlich genossen. „Das war sehr schön, wobei es natürlich schade ist, wenn man sieht, dass sehr viel Ränge noch frei sind. In der heutigen Zeit muss man aber froh sein, mit dem, was man hat. Ich bin froh, dass Wettkämpfe da sind, dass Zuschauer da sein dürfen, und ich hoffe natürlich auch, dass alle Zuschauer auch sicher sind, indem sie eben FFP2-Masken tragen“, sagte Mihambo.

Die große Leichtathletikbühne genossen übrigens auch zwei Talente aus der Pfalz. Jakob Ebner (TSG Eisenberg) lief über 800 Meter der Schüler in persönlicher Bestzeit von 2:17,12 Minuten auf Platz drei, während Sevetlana da Silva von der TS Germersheim über 60 Meter der Schülerinnen in 8,27 Sekunden Zweite wurde.

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