Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Löwen siegen in Berlin dank zweier Serien

Jannik Kohlbacher traf acht Mal.
Jannik Kohlbacher traf acht Mal.

Dieser Sieg war eine Botschaft nach innen und nach außen. Mit dem klaren 29:23 (18:11)-Erfolg bei den Füchsen aus Berlin haben die Rhein-Neckar Löwen Eindruck gemacht. Selten war die Mannschaft von Martin Schwalb in dieser Saison besser.

Bob Hanning beschäftigte sich zum Schluss hin immer wieder mit seinem Handy. Der Manager der Berliner Füchse wusste, dass auf dem Feld wenige Meter vor ihm nichts mehr passieren würde, was ihn hätte überraschen können. Schon eine Viertelstunde vor Schluss war das Bundesliga-Spitzenspiel entschieden. 24:15 führten die Löwen, die in den vergangenen Jahren immer große Probleme gehabt hatten, im „Fuchsbau“ Schmeling-Halle zu gewinnen. Diesmal sah es einfach aus, weil die Badener hart und konzentriert arbeiteten und die Berliner ihnen mit einigen einfachen Fehlern bei einem souveränen Erfolg halfen.

Gensheimer: Wussten um die Wichtigkeit

„Wir hatten eine tolle Präsenz auf dem Feld“, sagte Uwe Gensheimer. Der Kapitän wirkte nach dem Schlusspfiff gelöst, schließlich hatte er mit seinen Teamkollegen eine dieser Partien gewonnen, die in der Sportlersprache als „Schlüsselspiele“ bezeichnet werden. Beide Mannschaften hatten vor dem Anwurf neun Minuspunkte und es war klar, dass der Gewinner erst einmal die besten Karten hat, sich direkt hinter den Liga-Schwergewichten aus Kiel und Flensburg einzuordnen. „Wir wussten, wie wichtig das Spiel heute war“, räumte Gensheimer ein, der mit sieben Treffern und einer guten Ausstrahlung ein Faktor für den Sieg im Topduell war.

Zwei Mal fünf zu null zur richtigen Zeit

Entscheidend war aber nicht der Linksaußen, sondern die Phasen zu Beginn und am Ende der ersten Halbzeit. Mit einem Blitzstart zu einer 5:0-Führung (6.) sorgten die Badener dafür, dass bei den Füchsen die Nervosität ebenso anwuchs, wie das Selbstvertrauen der Löwen größer wurde. Dennoch arbeiteten sich die Berliner noch einmal heran und waren beim 11:13 und eigenem Ballbesitz drauf und dran, eine Wende herbeizuführen. Sie gelang aber nicht, weil die Löwen mit einem neuerlichen 5:0-Lauf zum 18:11-Pausenstand für klare Verhältnisse sorgten.

Defensive überzeugt

Die Löwen überzeugten in der Defensive, in der Ilija Abutovic und Ymir Gislason in der Zentrale einen ausgesprochen guten Job machten. „Ich muss beide loben“, sagte Schwalb. Hinzu kam, dass Keeper Andreas Palicka mit seinen Paraden den Nerv der Füchse-Angreifer raubte.

So spielten sie

Füchse Berlin: Milosavljev, Genz - Wiede (3), Holm (1), Andersson (4) - Lindberg (4/2), Vujovic (2) - Marsenic (3) - Ernst, Gojun, Michalczik (1), Chrintz, Matthes (2), Kopljar (1), Koch (1), Drux (1)

Rhein-Neckar Löwen: Palicka, Katsigiannis - Lagergren (2), Schmid (2), Nilsson (4) - Groetzki (4), Gensheimer (7/2) - Kohlbacher (8) - Kirkelökke (1), Lagarde, Patrail, Tollbring, Ahouansou, Abutovic, Gislason (1), Nielsen

Spielfilm: 0:5 (6.), 5:10 (16.), 11:13 (22.), 11:18 (Hz.), 14:20 (38.), 15:24 (46.), 23:29 (Ende) - Siebenmeter: 2/2 - 3/2 - Zeitstrafen: 2/1 - Beste Spieler: Andersson - Kohlbacher, Palicka, Gislason - Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg).

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