Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Löwen-Härtetest in Magdeburg

Verletzte sich hier: Jannik Kohlbacher.
Verletzte sich hier: Jannik Kohlbacher.

Mit nur einem Training in Kronau Richtung Osten: Die Rhein-Neckar Löwen gastieren nach der Länderspielpause am Mittwoch (19 Uhr) beim SC Magdeburg. Das ist der erste große Härtetest. Womöglich haben die Löwen bald wieder einen Leistungsträger auf dem Feld.

Die wichtigste Frage: Sind alle Spieler gesund von den Reisen mit ihren Nationalmannschaften zurückgekommen? „Sieht so aus“, sagte Trainer Martin Schwalb.

Die Partie beim SC Magdeburg ist die erste Begegnung mit einem Spitzenteam in dieser Saison für die leicht umgebauten Löwen, die punktgleich mit dem THW Kiel vorne stehen. Schwalb ist angetan von den Abläufen und Automatismen der Magdeburger vor allem in der Abwehr und sagt: „Soweit sind wir noch nicht.“

Schwalb froh über die Entwicklung

Von den Schwankungen des SC Magdeburg – gegen den TVB Stuttgart gab es eine Heimniederlage, in Coburg drehte das Team das Spiel auf den letzten Drücker – will sich Schwalb nicht beeindrucken lassen. „Am Mittwoch wird es von der ersten Minute an zur Sache gehen“, glaubt Schwalb, der mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden ist, schon in der kniffligen Partie in Erlangen einen Aufwärtstrend erkannte. „Wir haben das da schon gut gemacht, uns nur nicht gleich belohnt, weil wir zu viele Fehler gemacht haben, Chancen ausließen, einen Siebenmeter vergaben. Ich wünsche mir mal ein Spiel, wo das von Anfang an funktioniert“, sagte er. Das Team ist bereits gestern nach Magdeburg gereist.

Torhüter genießen Vertrauen

Wie sieht es bei den Torhütern aus? Holen die Löwen noch einen Keeper, da Andreas Palicka und Mikael Appelgren wohl bis Jahresende ausfallen? „Wir haben im Moment Katsigiannis, Späth und Gierse, sie genießen unser Vertrauen“, betonte Schwalb.

Apropos Torhüter, apropos Abwehr. Seit einigen Spielen agiert Mait Patrail von Beginn an im Innenblock, Ilija Abutovic, der bisherige Abwehrchef, sitzt auf der Bank. Die Gründe? „Mait Patrail läuft die zweite Welle mit, das ist einer der Aspekte, das ist der Vorteil gegenüber einem reinen Abwehrspieler. Ilija hat auch seine Qualitäten, aber wir haben zuletzt gesehen, wie wichtig die schnellen Tore sind“, erklärte Schwalb.

Kohlbachers Comeback rückt näher

Der 57-Jährige deutete gegenüber der RHEINPPFALZ ein baldiges Comeback von Kreisläufer Jannik Kohlbacher an, der sich beim Vorbereitungsturnier im September, dem BGV-Handball-Cup, am Ellbogen verletzte. „Wir beobachten das, wir arbeiten daran, es wird nicht mehr allzu lange dauern“, erläuterte der Coach.

Bliebe noch die Sache mit der Vertragsverlängerung des Trainers, der einen bis Sommer gültigen Vertrag hat. Geschäftsführerin Jennifer Kettemann betonte kürzlich: Die Löwen möchten mit Martin Schwalb verlängern. Der Coach hat das registriert, sagt: „Grundsätzlich freue ich mich, wenn man mit meiner Arbeit leben kann, ich will nicht davon sprechen, dass man zufrieden ist. Ich freue mich jeden Tag, mit den Jungs zu arbeiten. Und ich habe ja meine Leute, die das dann zu gegebener Zeit machen“, erläuterte der Coach, Nachfolger des glücklosen Kristjan Andrésson.

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