Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Kriterium in Minfeld: Asel behält nach dem Gewitter die Nerven

In Minfeld nicht zu schlagen: Joshau Asel.
In Minfeld nicht zu schlagen: Joshau Asel.

Joshua Asel hat das 67,5 Kilometer lange Kriterium der Elite-Amateure beim erstmals ausgetragenen Rundstreckenrennen des RV Edelweiß Kandel in Minfeld gewonnen.

Lediglich fünf Minuten später ging das Hauptrennen auf die 2,7 Kilometer lange, in Minfeld erstmals gefahrene Runde. Danach hatte es ein paar Stunden vorher nicht ausgesehen, als ein Gewitter mit Hagelschauern über Minfeld ging und die nächsten Rennen 30 Minuten später begonnen werden mussten. Bei Asel daheim ging es ähnlich zu. „Ich war eigentlich auf Regen eingestellt, bei uns hat es auch ziemlich runtergemacht“, so Asel, der optimistisch ins Rennen ging: „Ich habe mich vor dem Rennen schon gut gefühlt und gesagt, dass wir den Sieg in der Region heute brauchen und uns auch holen sollten.“

In der ersten von fünf Wertungen platzierte er sich noch, bevor eine Ausreißergruppe mit seinem Teamkollegen Richard Weinzheimer dem Feld auf über 40 Sekunden enteilte. Sehr zum Missfallen von Günther Danner, Teamchef der Ehrmänner. „Ich sag’ nichts mehr“, übte er sich in Galgenhumor. „Wir sind zahlenmäßig klar überlegen und lassen die Gruppe so weit weg ziehen. Dabei könnten wir das Rennen viel einfacher kontrollieren“, so Danner. Nach zwei Renndritteln machten sie es besser, sorgten für ein geschlossenes Fahrerfeld.

Alle für Asel

Bei der vierten von fünf Wertungen zeigten die „Ehrmänner“ dann auch ihre Stärke: Asel fuhr als Erster über die Linie, der Schlussspurt musste entscheiden. „Das war dann klar, dass alle für mich fahren. Alle haben sich komplett aufgebraucht und sind dann nacheinander weggeplatzt. Den haben sie mir perfekt hingelegt.“

Nach der vorletzten Wertung gewann er auch die doppelt zählende Schlusswertung und siegte vor Michael Gannapolskij (Rödermark) und Richard Weinzheimer. „Es wäre ja auch cool gewesen, wenn Richard durchgekommen wäre. Aber so haben wir Rang Eins und Drei, besser geht es fast nicht“, analysierte Asel, der nach dem Triumph in Kirrlach seinen zweiten Saisonsieg feierte und hofft, dass es so weitergeht: „Ich habe noch nicht so richtig den Drive gefunden, vielleicht schon ein, zwei Rennen mehr hätte gewinnen können. Aber als Team können wir uns sehen lassen, der Rest kommt dann von alleine.“

Das integrierte Amateurrennen gewann Max Ehrhardt (Skull Racing Team) vor Florian Werrea (Team Superciao) und Francesco Albert aus Magstadt.

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