Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar: Punktlandung der Adler nährt Hoffnungen

Riskierte viel: Adler-Trainer Bill Stewart.
Riskierte viel: Adler-Trainer Bill Stewart.

Der alte Motivator Bill Stewart hat die Adler Mannheim an der Ehre gepackt. Ob er sie wirklich geeint hat, das zeigen nun die Play-offs.

Der Klassiker Mannheim gegen Köln: Stimmungstechnisch geht in diesen Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga nicht mehr. Die mit Abstand zuschauerträchtigsten Klubs unter den letzten Acht treffen aufeinander, da überrascht es fast, dass für Dienstagabend in der SAP-Arena am Montag erst 11.000 Tickets verkauft waren. Aber in dieser Saison wird wieder durchgängig „best of seven“ – maximal sieben Partien pro Serie – gespielt. Es ist also noch sehr viel Eishockey zu sehen. Und das vielleicht sogar in drei Hallen: Da am 26. März Helene Fischer die große Kölner Arena beansprucht, müssten die Haie ihre darüber mächtig aufgebrachten Fans in die deutliche kleinere Krefelder Halle bitten. Ein bisschen peinlich ist das schon.

An der Fantasie mangelt’s nicht

Wohlwollend betrachtet könnte man das letzte Punktrundenwochenende der Adler mit zwei eindrucksvollen Siegen als Punktlandung betrachten. So gesehen ging die riskante Maßnahme von Trainer Bill Stewart auf: Erst rühmte er wochenlang den Charakter seiner Mannschaft, aber als dann nichts mehr zu gehen schien, stellte er diesen für die Hälfte des Teams mit drastischen Worten in Frage. Klingt so, als liege die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Jedenfalls hat der alte Motivator Stewart noch mal zugeschlagen. An der Fantasie, sich vorzustellen, dass diese prominent bestückte Mannschaft grundsätzlich auch in den Play-offs Spiele gewinnt, hat es ohnehin nie gemangelt – wenn sie als Einheit auftritt.

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