Eishockey
Kommentar: Mentalitätsmonster Adler Mannheim
Es war eine denkwürdige Serie, die die Adler Mannheim gegen die Kölner Haie gewannen. Die Zuschauer bekamen in den sechs Spielen Play-off-Eishockey in der reinsten Form zu sehen. Die Adler zeigten dabei Comebackqualitäten nach dem verschlafenen Auftakt in Spiel eins. Auf Heimniederlagen fanden sie immer direkt die passende Antwort. Bei den Fans unvergessen bleiben wird Spiel fünf, als die Mannheimer nach einem 0:3 noch 4:3 gewannen.
Neben ihrer Mentalität konnten sich die Mannheimer vor allem auf ihre Top-Reihe verlassen. Die Haie bekamen Matthias Plachta, David Wolf und Tyler Gaudet (21 Punkte) nie in den Griff. Auf der anderen Seite schafften es die Adler, die gefährlichste Kölner Sturmreihe um DEL-Topscorer Andreas Thuresson (nur elf Punkte) zu keinem Faktor der Serie werden zu lassen. Auch die Special Teams funktionierten. Fünf Toren in Überzahl standen nur drei Gegentreffer in Unterzahl gegenüber.
Ein Youngster ist der Star
Der stille Star dieser Viertelfinalserie stand im Mannheimer Tor. Der erst 20 Jahre junge Arno Tiefensee kam nach 40 Minuten des ersten Spiels für den verletzten Felix Brückmann und brillierte.
Im Halbfinale geht es nun ab Freitag zuerst auswärts gegen den ERC Ingolstadt. Das Team von Mark French, DEL-Coach des Jahres, überzeugte in der Hauptrunde vor allem mit seiner guten Spielstruktur, Geschwindigkeit und Kadertiefe. Die Adler werden gegen den Vorrundenzweiten mindestens das Leistungsniveau brauchen, das sie ab dem zweiten Spiel der Serie gegen Köln abriefen. Wenn der Finaltraum nicht im Halbfinale enden soll, dann nun nicht erst ab der zweiten Partie.
