Handball
Immerhin der Trostpreis für die Rhein-Neckar Löwen
Auch ein Sieg im kleinen Finale kann große Freude bereiten. Die Spieler der Rhein-Neckar Löwen nahmen nach dem Erfolg gegen Dinamo Bukarest ein ausgiebiges Bad in der Menge. Die Fans im Löwen-Block feierten ihre Lieblinge, als hätten sie gerade die Champions League gewonnen.
Aber es war kein souveräner Auftritt. Das Motto: Ein bisschen Nervenkitzel muss sein. Zehn Minuten vor Schluss führten die Löwen mit 30:25, um Dinamo Sekunden vor Schluss doch noch die Chance zum Ausgleich zu geben. Doch der von Aleksandar Cenic geworfene Ball prallte an den Pfosten. „Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Wir sind fünf Tore vorne, haben das Sieben gegen Sechs gut im Griff – und werfen vorne die Bälle weg“, erläuterte Olle Forsell Schefvert.
Unnötig spannend gemacht
Ärgerlich: Die Löwen hatten die Partie fast durchweg im Griff. Und dann wurde es doch noch einmal eng. 31:26 stand es, Dinamo Bukarest verkürzte auf 31:30. Auch Patrick Groetzkis Treffer zum 32:30 brachte keine Entspannung, weil die Rumänen sofort wieder erfolgreich waren.
„Ich bin wirklich glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das war ein gutes Ende einer sehr guten Saison in der European League“, bilanzierte Löwen-Trainer Sebastian Hinze. Regisseur Juri Knorr befand: „Das war ein Happy End. Es war ein großer Erfolg, die Saison so zu beenden.“
Kreisläufer Jannik Kohlbacher und der Halbrechte Niclas Kirkelökke stachen aus der Löwen-Mannschaft heraus. „Wir haben verdient gewonnen, wir haben uns selbst unter Druck gesetzt. Wir hätten es nicht so spannend machen müssen. Wir haben in der European League 15 von 18 Spielen gewonnen. Nach der herben Niederlage war es wichtig, mit einem guten Gefühl aus dem Spiel zu kommen“, sagte Jannik Kohlbacher, wie Niclas Kirkelökke sechsmal erfolgreich.
Ein wenig Motivation für die letzten beiden Spiele
Herbe Niederlage – das war das 24:33 gegen die Füchse Berlin ganz sicher. Nach guten Start gingen die Löwen unter, sie sahen ganz schlecht aus. „Wir hatten keine Chance“, resümierte Niclas Kirkelökke. Und Olle Forsell Schefvert betonte: „Wenn wir mal mit minus fünf Toren verloren hätten. Aber nach den drei Spielen steht es minus 27.“
Linksaußen David Moré, der Aufsteiger der Saison, betonte nach dem Erfolg im kleinen Finale: „Der Sieg war auch mit Blick auf die letzten zwei Saisonspiele wichtig.“ Zum Abschluss einer sehr, sehr wechselhaften Saison spielt der Tabellenelfte der Bundesliga am Donnerstag gegen den SC Magdeburg und reist am Sonntag zum SC DHfK Leipzig.
Flensburg triumphiert
Das hochklassige Finale gewann vor 10.015 Zuschauern die SG Flensburg-Handewitt – mit 36:31 (15:14) gegen den Titelverteidiger Füchse Berlin. Die SG hatte in Kevin Möller den besseren Torhüter, steckte die Rote Karte für Jim Gottfridsson weg.
