Handball
Hendrik Wagner glänzt beim Heimsieg der Eulen Ludwigshafen
Damit meinte er sicherlich, dass beide Mannschaften erst nach etwas Anlaufschwierigkeiten in die Partie kamen und sich den ein oder anderen technischen Fehler mehr als sonst erlaubten. Die Eulen, bei denen Nationalspieler Hendrik Wagner nach überstandener Corona-Erkrankung zunächst auf der Bank saß und von Gunnar Dietrich vertreten wurde, berappelten sich als Erster. Plötzlich stand es 4:1, es schien in die richtige Richtung zu laufen.
Doch Klatts Mannschaft konnte in der Folge nie eine richtige große Führung herausspielen, nutzte auch einige Phasen in Überzahl nicht. „Wir waren gefühlt die bessere Mannschaft, haben es aber nicht geschafft, uns abzusetzen“, meinte dazu Marc-Robin Eisel, der sich diesmal mit Enes Keskic auf der für ihn ungewohnten Linksaußen-Position abwechselte und viele Spielanteile hatte. Schön waren die drei Eulen-Treffer vom Kreis (Alexander Falk, zweimal Maximilian Haider, vom 8:6 zum 10:7) mit tollen Anspielen. Zur Pause stand es aber nur 13:12.
Starke Eulen-Abwehr
„Der TSV hat es uns schwer gemacht, die haben gut verteidigt“, zollte Klatt dem Gegner Respekt. „Es ist relativ viel davon aufgegangen, was wir uns ausgedacht hatten. Wir konnten die Eulen lange ärgern, aber am Ende haben ein paar Kleinigkeiten gefehlt“, kommentierte Dormagens Coach Peer Pütz. Die Bayer-Deckung versuchte vor allem, die Rückraumschützen der Eulen, Hendrik Wagner und Stefan Salger, weit weg vom Tor zu halten. Das klappte anfangs gut.
„Das Positive war heute unsere Abwehr mit nur 23 Gegentoren“, konnte aber auch Klatt mit seiner Abwehrreihe zufrieden sein. In der Deckung kam auch Winterzugang Julius Meyer-Siebert ab der 41. Minute zum Einsatz, er verschaffte damit Wagner ein bisschen Luft. Kurz darauf gingen die Gäste erstmals seit dem 0:1 mit 19:18 wieder in Führung. Vor allem, weil ihr Halbrechter André Meuser jetzt treffsicher war.
Tolle Schlussviertelstunde
„Wir sind gut reingekommen nach der EM-Pause. Ich war schon ein bisschen überrascht, ich hatte keine Luftprobleme“, meinte Wagner, der nach seiner Corona-Erkrankung erst vergangene Woche wieder voll ins Training eingestiegen war. Er hatte eine tolle Schlussviertelstunde: mit zwei verwandelten Strafwürfen (einer per Heber), einem Wurf von fast linksaußen und drei Rückraum-Krachern.
Abhaken, in drei Tagen kommt schon der ASV Hamm-Westfalen zum zweiten der sechs Eulen-Spiele im Februar. „Eine ganz andere Mannschaft“, urteilt Klatt. Nur zwei, drei Szenen aus dem Dormagen-Spiel will er seinem Team noch mal zeigen. Dann gilt die volle Konzentration schon dem Mittwochgegner (19 Uhr).
So spielten sie
Eulen Ludwigshafen: Urbic (ab 38. Asanin) - Salger (2), Remmlinger (3), Dietrich (1) - Falk (2), Keskic (1) - Haider (2) – Klimek, Neuhaus (4/2), Wagner (8/2), Meyer-Siebert, Meddeb (1), Eisel (1),
TSV Bayer Dormagen: Simonsen (1/31. - 54. Juzbasic) - Meuser (4), Ian Hüter (5), Biernacki (4) - Sterba (2), Mast - Patrick Hüter (2) – Grbavac (1), Seesing (1), Reimer (1/1), Reuland (2)
Spielfilm: 0:1 (3.), 4:1 (7.), 5:4 (12.), 7:6 (17.), 10:9 (24.), 13:12 (Halbzeit), 14:14 (32.), 18:16 (41.), 18:19 (43.), 20:20 (50.), 23:21 (53.), 25:23 (Ende) - Zeitstrafen: 4:4 - Siebenmeter: 4/5 - 2/3 - Beste Spieler: Wagner - Meuser, Ian Hüter - Zuschauer: 1000 - Schiedsrichter: Cesnik/Konrad (Gummersbach).