Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Junges Friesenheimer Frauen-Team hält sich wacker

Da hilft alles Artistik nichts: Tabea Luickx erzielt gegen Torfrau Jesse van de Polder das Tor zum 17:23 für die TSG.  Foto: KUN
Da hilft alles Artistik nichts: Tabea Luickx erzielt gegen Torfrau Jesse van de Polder das Tor zum 17:23 für die TSG.

In der ersten DHB-Hauptpokalrunde unterlagen die Frauen der TSG Friesenheim aus der Oberliga dem Zweitligisten TG Nürtingen. Beim 22:36 (11:17) wurde das Team von Vik Kühn aber etwas unter Wert geschlagen.

„Wir hätten es knapper halten können, aber ich wollte vor allem unseren A-Jugendlichen Spielpraxis geben“, verriet die TSG-Trainerin.

Zum Anwurf gab es einen Doppelpass: Friesenheims Yvonne Rolland erhielt das Zuspiel von Delia Cleve, passte den Ball direkt zu ihrer ehemaligen Nürtinger Mitspielerin zurück. „Ja, das war für mich schon ein besonderes Spiel“, räumte Rolland nach dem Schlusspfiff ein. Zwar trug sie nur ein Jahr, in der Spielzeit 2017/18, das Nürtinger Trikot, „aber es fühlt sich eigentlich länger an. Mit vielen der Mädels bin ich noch regelmäßig in Kontakt.“

Emotionaler Doppelpass beim Anwurf

Ein Kontakt, der am Samstag häufiger ein wenig intensiver wurde, denn als spielende Co-Trainerin steuerte die erfahrenste Friesenheimerin nicht nur die Angriffe, sondern hielt vor allem die Deckung zusammen.

Und das klappte im ersten Durchgang insgesamt sehr gut. Zwar lag der Zweitligist ununterbrochen in Führung, erzielte durch Lea Schuhknecht und Lisa Wieder immer wieder leichte Treffer aus dem Rückraum, aber wirklich absetzen konnte sich der Vorjahres-Neunte nicht. Mit gutem Zusammenhalt und schnellen Händen hielt die junge TSG-Mannschaft gegen, hielt den Rückstand lange bei nur zwei Treffern und hatte beim 7:9 (18.) sogar die Chance zum Ausgleich, vergab durch Lara Schneider und Tabea Luickx gleich zwei Gegenstöße in Folge. Bis zum 11:14 (28.) war alles im Rahmen, dann bestrafte der Favorit drei leichte Ballverluste, setzte sich zur Pause (11:17) schon vorentscheidend ab.

Erfahrungswerte wichtig

Solange die Füße trugen, hielten die Friesenheimerinnen diesen Rückstand konstant. Dann wechselte Kühn mit Blick auf die anstehende Saison in der weiblichen A-Jugend-Bundesliga durch. „Ich habe vor allem die 2001er spielen lassen“, begründete sie und hofft auf Erfahrungswerte durch das höherklassige Wettkampftempo. Yvonne Rolland sah dabei die Defizite „Uns haben ein wenig Kraft und Ausdauer gefehlt“, begründete sie, warum eine Viertelstunde vor dem Ende der Einbruch kam, Nürtingen sich vom 18:24 (43.) auf 18:30 (52.) absetzen konnte und auch die starke Kendra Little im Tor kaum noch einen Ball zu halten bekam.

Zufrieden war die Trainerin trotzdem: „Das Ergebnis war mir in diesem Spiel zweitrangig. Wir hatten ein paar technische Fehler zuviel, aber spielerisch hat mir gefallen, was ich gesehen habe. Abwehr und Torfrau waren in Ordnung, aber wir haben unsere Chancen nicht konsequent ausgenutzt“, bilanzierte sie. Trotzdem sei ihre Mannschaft sowohl für die anstehende Spielzeit in der Jugend-Bundesliga als auch für die Oberligasaison der Aktiven gut gerüstet.

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