Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Frauen testen in Stuttgart gegen Montenegro

Bundestrainer Henk Groener mit Handball-Nationalspielerin Amelie Berger (l-r) spricht im Vorfeld eines Medien.
Bundestrainer Henk Groener mit Handball-Nationalspielerin Amelie Berger (l-r) spricht im Vorfeld eines Medien. Foto: dpa

Am Donnerstag um 19 Uhr stimmt sich die Handball-Nationalmannschaft der Frauen in Stuttgart mit einem Test gegen Montenegro auf die Weltmeisterschaft in Japan ein. Dort geht es ab dem 30. November darum, die positive Entwicklung der zurückliegenden Monate fortzusetzen – und sich die Chance auf die Olympischen Spiele zu erhalten.

„Wir möchten gerne acht Monate später noch einmal nach Japan reisen“, sagt Henk Groener und umschreibt damit das große Ziel, dass der Bundestrainer mit seinen Spielerinnen und dem gesamten Verband teilt. Bei den Olympischen Spielen im kommenden Sommer in Tokio könnte der Frauenhandball in Deutschland wegen der großen Aufmerksamkeit im Zeichen der fünf Ringe einen riesigen Entwicklungsschritt machen. Das weiß der Niederländer, der seit knapp zwei Jahren der weiblichen Mannschaft des Deutsche Handballbundes (DHB) vorsteht.

Groener denkt aber nicht in erster Linie an die Möglichkeiten der Vermarktung seiner Mannschaft, sondern vielmehr daran, seinem Ziel, die Frauen in der Weltspitze zu etablieren, näherzukommen. „Die Entwicklung geht vorwärts“, sagt der Bundestrainer. Seit Montag bereitet er das Team in der Sportschule in Steinbach, einem Ortsteil von Baden-Baden, auf das Turnier in Fernost vor. Ein paar kleinere Blessuren haben die Spielerinnen vom letzten Liga-Wochenende mitgebracht – aber nichts, was Groener nervös machen könnte. Heute Abend gegen Montenegro sollen alle 17 Spielerinnen einsatzbereit sein, und zum Einsatz kommen.

Groener: „Montenegro spielt sehr körperbetont“

Das ist für uns ein guter Test, weil Montenegro sehr körperbetont spielt. Das erwartet uns in Japan auch“, sagt Groener. In der schweren Vorrundengruppe mit Brasilien, Australien, Dänemark, Frankreich du Südkorea müssen die Deutschen unter den besten Drei landen, um die Hauptrunde zu erreichen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn mit Ausnahme der Australierinnen reisen alle Mannschaften mit dem Ziel nach Japan, zumindest die Hauptrunde zu erreichen. „Wir möchten so lange wie möglich im Turnier bleiben“, sagt Torhüterin Dinah Eckerle, für die neben der WM selbstredend auch die Olympischen Spiele im nächsten Jahr ein Thema sind. Unter die Top sieben der Weltmeisterschaft muss die DHB-Auswahl kommen, um einen Platz bei einem Quali-Turnier zu ergattern.

Bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr verpassten die Deutschen beim ersten großen Turnier unter Groener das Halbfinale, zeigten bei Siegen gegen Ex-Weltmeister Norwegen und Spanien aber, dass sie viel Potenzial besitzen. „Wir haben noch zu viele Schwankungen“, räumt Eckerle ein, glaubt aber wie der Bundestrainer daran, dass die in Zukunft seltener werden. Um das umzusetzen, muss nicht nur die Torhüterin der SG BBM Bietigheim stark halten, sondern die junge Mannschaft insgesamt regelmäßig an die eigene Leistungsgrenze gelangen.

Am Freitag geht’s Richtung Tokio

Nach dem Testspiel gegen Montenegro starten die deutschen Frauen einen Tag später von Frankfurt aus in Richtung Tokio. Mit im Gepäck werden große Hoffnungen sein – mit Blick auf die WM und das Olympische Turnier ein paar Monate später.

x