Sport Handball-EM-Tagebuch: Eine gute und eine schlechte Nachricht

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Vor Weihnachten bekam ich Post von der EHF, vom Europäischen Handball-Verband. In der Email, Betreff: Catering Information, stand, man könne bereits jetzt für die Tage in Trondheim warmes Essen vorbestellen. Der Preis: sechs Euro, wenn man später direkt vor Ort bestellt, koste es zehn Euro.

Das war eine gute und eine schlechte Nachricht. Gut war, dass der Preis für ein Essen wirklich vernünftig ist. Bei den Kosten in Norwegen… Schlecht war, dass die Journalisten überhaupt zahlen müssen. Was waren wir verwöhnt von der Heim-WM in Deutschland. Das Essen in Berlin und Köln war formidabel. Nun gut.

Aufgeregt vorm Essen

Ich schrieb zurück und bestellte dreimal warmes Essen für Donnerstag, Samstag und Montag, also dann, wenn die deutsche Mannschaft im Spektrum spielt. Ich fragte aber zuvor, ob es eine vegetarische Variante gibt. „Danke für Deine Email. Ich bestätige Dir drei vegetarische Mahlzeiten. Das ist kein Problem“, antwortete mir Marianne Hjelmeland.

Ich war vor dem ersten Mal so aufgeregt, dass ich schon kurz nach 14 Uhr im Medienzentrum war. Mein Essen gab es aber erst um 16 Uhr. Ich war dreimal am Infoschalter, beim letzten Mal hieß es, man bringe mir mein Essen an den Platz. Ich war der einzige, der vegetarisches Essen bestellt hatte. Das Warten lohnte sich. Die vegetarische Lasagne war vorzüglich. Der Kaffee, das nur nebenbei, ist kostenlos, es gibt gratis auch Joghurt und Sandwiches.

Stress im Medienzentrum

Marianne Hjelmeland ist die lokale Chefin des Medienzentrums. Sie ist ein Volunteer. Sie arbeitet in der Finanzwelt, erzählte sie mir, kann organisieren. Sie hatte in den ersten Tagen viel Stress, alles muss sich einspielen, wir reden erst spät am Abend miteinander. „Es sind Kleinigkeiten. Die Fernseher gingen in dem einen Raum nicht. Aber auch darum kümmere ich mich“, erklärte sie. Die sehr groß gewachsene 33-Jährige ist selbst Handballerin, schaffte es bis zur Zweiten Liga. Sie stammt aus einer Handball-Familie, wie sie berichtet. Ihr Vater war Trainer und Manager bei Byasen Handball Elite, dem Spitzenklub in Trondheim, ihre Schwester spielt gar Erste Liga. Kein Wunder, dass sie nun im Medienzentrum wirbelt. Sie hat rund 30 Mitarbeiter in ihrem Team.

Dem Zufall wurde nichts überlassen, wie die Gemüselasagne zeigt. „Wir haben bereits vor einem Jahr mit der Vorbereitung angefangen“, betonte Marianne.

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