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Handball: Die Zeit scheint reif für Norwegen
Endspurt bei der Handball-EM. Titelverteidiger Spanien trifft im Halbfinale am Freitag (18 Uhr) auf Slowenien. Im zweiten Halbfinale spielt um 20.30 Uhr Norwegen gegen Kroatien. Die Favoritenrollen sind klar verteilt.
Norwegen war bislang die überragende Mannschaft bei dieser EM. Die Zeit scheint reif für den ersten Titel. Zweimal wurde die eingespielte Auswahl Vize-Weltmeister, 2016 scheiterte das Team in einem denkwürdigen EM-Halbfinale nach Verlängerung an Deutschland. Für Norwegen spricht: Sander Sagosen, der im Turnierreigen heraussticht. Der 24-Jährige führt die Torschützenliste mit 51 Toren weiter an, und das, obgleich er im letzten Spiel gegen Slowenien geschont wurde. „Für mich persönlich geht es nur um eine Farbe – Gold. Und ich glaube, wir haben die Mannschaft dafür“, meinte der Rückraumspieler. „Er spielt gerade den besten Handball seines Lebens“, lobte Norwegens Trainer Christian Berge.
Kroaten bangen um Karacic
Die ursprünglichen Mitfavoriten Dänemark und Frankreich sind schon lange zu Hause, Co-Gastgeber Schweden enttäuschte. „Ich weiß nicht, ob wir der Favorit sind, aber wir peilen die Goldmedaille an. Wir wollen Gold“, sagte Norwegens Außenspieler Alexander Blonz. Kroatien bang um den Einsatz seines bislang großartigen Rückraumspiels Igor Karacic, er verletzte sich am Mittwoch in der Partie gegen Spanien. „Seit vier Jahren haben wir keine Medaille gewonnen, ich hoffe, das gelingt uns in Stockholm“, erklärte Domagoj Duvnjak.
Aller Ehren wert waren bislang die Auftritte der spanischen Jungsenioren-Truppe, dem ältesten Team des Turnieres. „Spanien und Norwegen sind noch ungeschlagen. Sie sind die Favoriten. Wir sind erst vier Wochen zusammen. Ich bin sehr zufrieden“, betonte Ljubomir Vranjes, Trainer von Slowenien.
Das Finale: Sonntag, 16.30 Uhr.