Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Grün-Weiss Mannheim gelingt der Titel-Hattrick

Jubel nach dem Sieg von Pedro Martinez.
Jubel nach dem Sieg von Pedro Martinez.

Verfolger TC Großhesselohe verlor am Freitag bei Kurhaus Lambertz Aachen 2:4. Die Mannheimer Mannschaft war so einen Spieltag vor Ende der Bundesliga-Saison zum dritten Mal in Serie deutscher Meister. Gegen den Rochusclub Düsseldorf hieß es am Ende 4:2.

Kurz vor 19 Uhr war der Titel plötzlich greifbar nahe. Philipp Kohlschreiber und Dennis Novak vom TC Großhesselohe verloren ihr Doppel in Aachen, in dem Moment war klar, das Grün-Weiss bei einem Sieg eines ihrer zwei Doppel vorzeitig deutscher Meister sein würde. 20 Minuten später kam es noch besser: Auch das zweite Münchner Doppel mit Matthias Bachinger und Jürgen Melzer unterlag, somit kassierte der TC eine 2:4-Niederlage.

Grün-Weiss Mannheim lag uneinholbar vorne, war deutscher Meister, denn zu diesem Zeitpunkt war dem Team ein Unentschieden gegen den Rochusclub Düsseldorf gewiss, nach den Einzeln stand es ja 3:1. Zum Endspiel in München kommt es also nicht, das letzte Spiel morgen beim TC Großhesselohe wird zur Meisterkür. Grün-Weiss liegt nun drei Punkte vor dem Gladbacher HTC.

Marzenell: Ein Traum

„Es ist einfach ein Traum, was die Jungs geleistet haben, jeder von den Jungs hat es verdient. Ich freue mich für unsere 15, 16 Spieler. Wir genießen das heute Abend“, kommentierte Gerald Marzenell den nächsten Titel nach 2018 und 2019. Dass die Bundesliga überhaupt während der Pandemie gespielt hat, war nach Ansicht von Marzenell „wichtig, wichtig, wichtig“ für das deutsche Tennis.

Gerald Melzer, Tobias Kamke, Julian lenz – Teamchef Gerald Marzenell hatte die Wahl, entschied sich für Maximilian Marterer als viertem Spieler – und lag richtig. Er holte den so wichtigen dritten Punkt. 3:1 stand es nach den Einzeln, Radu Albot verlor das Spitzenspiel. „Man hat in Krefeld gesehen, wie wichtig es ist, so ins Doppel zu gehen. Das gibt einen Push für das Selbstvertrauen. Man weiß, selbst wenn man zwei Doppel verliert, ist es noch ein Unentschieden“, sagte Maximilian Marterer.

Auftakt wie gemalt

Der Auftakt war wie gemalt. Die zwei spanischen Freunde Pedro Martinez und Bernabe Zapata, Kumpels aus Kindertagen in Valencia, machten kurzen Prozess mit ihren Gegner. Pedro Martinez hatte zwar zu Beginn des zweiten Satzes eine klitzekleine Schwächephase, fing sich jedoch nach 1:3-Rückstand wieder und holte mit fünf Spielen in Folge auch den zweiten Satz. Vermutlich war das sein bester Auftritt für Grün-Weiss. „Ja, das war eines der besten Spiele bisher. Ich habe nicht erwartet, dass das Resultat so deutlich wird, aber ich freue mich für die Mannschaft“, sagte Martinez. „Die Meisterschaft zu gewinnen ist wunderbar.“ So sieht es auch Bernabe Zapata. „Es ist meine erste Saison für Grün-Weiss. Gleich den Titel zu holen ist unglaublich.“ Er fühlt sich sehr wohl in Mannheim. „Wir sind wie eine kleine Familie.“

Eine kleine – und eine richtig gute Familie. Kommentar

So spielten sie

Einzel: Radu Albot - Pablo Andujar 4:6, 3:6, Pedro Martinez - Roberto Carballes 6:1, 6:3, Bernabe Zapata - Teymuraz Gabashvili 6:2, 6:2, Maximilian Marterer - Henri Squire 6:2, 4:6, 10:5

Doppel: Albot/Martinez - Andujar/Carballes 6:4, 3:6, 2:10, Marterer/Julian Lenz - Gabashvili/Squire 7:5, 3:6, 10:7

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