Sport fussball-MAGAZIN: Fifa Council segnet Bewerbungen für 2026 ab

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Die Bewerbung der USA, Kanadas und Mexikos sowie die Kampagne aus Marokko haben die letzte Hürde auf dem Weg zur Vergabe der WM 2026 genommen. Das Council des Weltverbandes Fifa mit DFB-Präsident Reinhard Grindel ließ gestern beide Kandidaten zur Wahl durch den Fifa-Kongress am Mittwoch zu. Die Delegierten dürfen allerdings auch für eine Neuausschreibung der Endrunde stimmen. Zuvor hatte bereits die von der Fifa entsandte Expertenkommission beiden Bewerbungen grünes Licht gegeben, die nordamerikanische Kampagne bekam aber mit 4,0 von 5 möglichen Punkten die deutlich bessere Bewertung (Marokko: 2,7). Aufgrund der weltpolitisch angespannten Situation und den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump wird dennoch ein offenes Rennen erwartet. Stimmberechtigt sind derzeit 207 Fifa-Nationen. Zum Wahlsieg reicht die einfache Mehrheit, also über 50 Prozent der abgegebenen und gültigen Stimmen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird erst unmittelbar vor dem Kongress mitteilen, wer die Stimme des Weltmeisters bekommt. Die Aufstockung der WM 2022 in Katar auf 48 Teilnehmer ist vorerst vom Tisch. Über den vom südamerikanischen Kontinentalverband Conmebol eingereichten Antrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie werde am Mittwoch beim Fifa-Kongress nicht abgestimmt, sagte Gianni Infantino, der Präsident des Weltverbandes. Stand jetzt treten deshalb auch in vier Jahren 32 Mannschaften an.DFL-Präsident Reinhard Rauball hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) Fehler in der Aufarbeitung der „Erdogan-Affäre“ um die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan vorgeworfen. Der Verband habe das Thema „unterschätzt“, sagte Rauball (71) der „Bild am Sonntag“. Mit den bisherigen Maßnahmen lasse es sich „nicht aus der Welt schaffen“, ergänzte er. Rauball fürchtet, dass das Thema „dauerhaften Schaden bei den beiden Sportlern hervorruft“. Er habe selbst beobachtet, wie geknickt Özil und Gündogan nach der WM-Generalprobe am Freitag in Leverkusen gegen Saudi-Arabien (2:1) gewesen seien. Dort war Gündogan vom Zeitpunkt seiner Einwechslung (57.) an ausgepfiffen worden. Özil saß wegen seiner Knieverletzung auf der Bank. Borussia Dortmunds Präsident Rauball meinte, die heftige Reaktion des Publikums habe ihn „überhaupt nicht verwundert“. Der „erhebliche Unmut“ der Anhänger habe angesichts der unzureichenden Reaktion der Beteiligten „eher noch zugenommen“. Der DFB mit der Führung der Nationalmannschaft um Bundestrainer Joachim Löw sollte sich in Russland „zum frühestmöglichen Zeitpunkt zusammensetzen“ mit den Spielern, um die „sehr, sehr schwierige Lösung“ für das Problem zu finden. Die Mannschaft bricht am Dienstag nach Moskau auf, am kommenden Sonntag bestreitet sie in Moskau ihr WM-Auftaktspiel gegen Mexiko. Wenige Tage vor dem Beginn der Weltmeisterschaft ist eine Reise von ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt nach Russland noch unklar. „Wir sind nach wie vor bei der internen Abstimmung innerhalb der ARD und mit Dritten. Es gibt viele Umstände dabei zu berücksichtigen, nicht zuletzt die Frage: Was hat es mit der Befragung durch das Staatliche Untersuchungskomitee auf sich?“, sagte Seppelt. Er gilt in Russland als Staatsfeind, nachdem er mit seinen Recherchen wesentlich zur Aufklärung des systematischen Sportbetrugs in dem Land beigetragen hatte. Im Mai war ihm das Visum für die WM verweigert worden. Diese Entscheidung war auch auf internationalen Druck von Russland wieder zurückgenommen worden. Der 55-jährige Berliner soll aber nach einer möglichen Einreise zu den laufenden russischen Ermittlungen gegen den Doping-Kronzeugen Grigori Rodschenkow vernommen werden. Dazu gebe es aber noch kaum Informationen, sagt Seppelt. Er betont: „Angstbesessen bin ich sicher nicht, sonst würde ich den Job nicht machen.“ Rekord-Weltmeister Brasilien hat eine Woche vor seinem ersten Spiel bei der WM-Endrunde in Russland Selbstvertrauen getankt. Die Seleção gewann gestern in Wien gegen Österreich 3:0 (1:0). Weltstar Neymar, der den Treffer zum 2:0 erzielte, kommt nach einem Haarriss im Fuß immer besser in Fahrt. Der Gastgeber hatte in der Vorwoche Weltmeister Deutschland noch 2:1 bezwungen. Der Führungstreffer für die Gäste fiel auf irreguläre Art: In der 36. Minute nahm Paulinho im Abseits einen Schuss von Willian auf und schob ein. Neymar (63.) erhöhte nach einer Einzelaktion auf 2:0. Der Stürmerstar von Paris Saint-Germain hatte vor einer Woche beim 2:0 gegen Kroatien in Liverpool sein Comeback nach drei Monaten gegeben. Coutinho (69.) erzielte im Ernst-Happel-Stadion das 3:0.

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