Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Faire Oberligisten einig – Flagge zeigen gegen vereinzelte Aggressionen

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Der zweitletzte Spieltag wird erstmals „zerfleddert“. Die Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland rückt zu Christi Himmelfahrt vom zeitgleichen Anstoß allerorten ab.

Diesem Wunsch einiger Vereins-Repräsentanten ist bei der Liga-Rückrundenbesprechung am Mittwochabend in Dillingen Rechnung getragen worden. Dabei waren auch die zunehmenden Aggressionen auf Amateurplätzen ein Thema. Fairness auf dem Feld muss keinesfalls Erfolg ausbremsen: Das beweist der 1. FCK II. Die Roten Teufel pausieren mit guten Titel-Titelperspektiven auf Platz zwei der Oberliga – und finden sich gemeinsam mit der TSG Pfeddersheim auf Rang drei des Fairplay-Tableaus. Faires Auftreten und das Gegenteil davon – von Protestorgien bis hin zu Gewaltausbrüchen – waren am Mittwochabend ein Thema bei der Liga-Rückrundenbesprechung in Dillingen.

Dabei geht es in der Oberliga doch weit überwiegend gesittet zu. Jedenfalls konnten bei dem Winterpausen-Treffen beim Dillinger Stadtteilklub FV Diefflen weder SWFV-Chef Hans-Dieter Drewitz noch Staffelleiter Hans Bernd Hemmler, weder Regionalverbands-Geschäftsführer Oliver Herrmann noch Schiri-Obmann Heribert Ohlmann Gegenteiliges berichten. Trotzdem: Es gelte, Flagge zu zeigen, den Aggressionen konsequent zu begegnen, forderte Drewitz.

„Wir haben ein gewisses Problem“

„Wir haben in allen Landesverbänden Theater gehabt – und wir haben da ein gewisses Problem“, bekannte der SWFV-Präsident mit Blick auf bedenkliche Tendenzen. Drewitz verwies darauf, dass die Verbände „von unten nach oben“ eine Debatte angestoßen hätten. Die Bundesliga habe nun mal Vorbildfunktion. Und da müsse nun einfach mal ganz oben konsequent durchgegriffen werden. Wenn die Profis als Vorbilder bei jeder Entscheidung Zirkus machten, müsse man sich ja wohl nicht wundern, dass es die Amateure ihren „Vorbildern“ gleich tun.

Schott und auch die TSG Pfeddersheim, die gemeinsam mit dem 1. FCK II in der Fairness-Tabelle auf Rang drei hinter der SV Elversberg II rangiert, haben bislang wenige Karten gesammelt. Überhaupt seien Verwarnungen oder gar Feldverweise nicht ausgeufert: 24 Mal haben die Schiris an den bisher 138 Partien Rot gezückt. 27 Mal gab’s an den 19 Spieltagen – wobei eine Partie noch aussteht – Gelb-Rot. 749 Mal haben die Schiedsrichter Gelb gezückt.

Aufstrebende Spitzen-Schiris

Dass auch die Unparteiischen mal daneben liegen könnten, wollte Ohlmann nicht verhehlen. „Auch wir haben Ausreißer“, bekannte der Obmann, der allerdings die Qualität seiner Kollegen insgesamt und die individuelle Klasse aufstrebender Spitzen-Schiris der Liga lobte.

Schlimmstenfalls fünf Absteiger

Breiten Raum nimmt bei der Rückrundentagung stets die Terminkalender-Gestaltung ein. Was die Spieltags-Planung bis Saisonende betrifft, wird am zweitletzten Spieltag – anberaumt für Christi Himmelfahrt – zwei Tage vorm Finaltag der Amateure auf den bislang obligatorischen gleichzeitigen Anpfiff verzichtet. Zur selben Zeit gekickt wird dann am letzten Spieltag, am Samstag, 30. Mai.

Dann haben womöglich fünf Teams ihren vorerst letzten Oberliga-Auftritt: So viele Absteiger drohen, falls TuS RW Koblenz und der FK Pirmasens absteigen und der Vizemeister nicht via Relegationsrunde aufsteigt. Der Ball rollt danach wieder ab dem ersten August-Wochenende.

Internet-Vertrag mit Vermarkter

Dann werden wohl Fußballfreunde wohl noch einige Partien mehr als bisher schon via Internet verfolgen. Bislang acht Vereine haben die Vereinbarung mit Vermarkter „Sporttotal“ geschlossen. Dabei ist der Südwesten besonders stark vertreten: Kaiserslautern, FV Dudenhofen, zudem die rheinhessischen SWFV-Vereine TSG Pfeddersheim und Hassia Bingen sind bereits mit dabei.

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